Verfasst am: 29.03.10 19:42
Von: Manfred Saitz
Wie wird man Fluglotse?
Voraussetzungen, Selektion und Ausbildung zum Flugverkehrsleiter bei der Austro Control
Während allgemein die Chancen, gegenwärtig eine Anstellung in der Zivilluftfahrt zu bekommen sehr ungünstig sind, da die Unternehmen auf Grund der Wirtschaftskrise den Gürtel enger geschnallt haben und großteils sogar Mitarbeiter abbauen müssen, gibt es ein Unternehmen in Österreich, das derzeit sogar einen höheren Personalbedarf hat als noch vor wenigen Jahren, als es der Luftfahrt grundsätzlich noch gut ging.
Die Austro Control GmbH (ACG), neben behördlichen Aufgaben verantwortlich für die Sicherheit am Himmel über Österreich, sucht derzeit - und voraussichtlich auch noch im nächsten Jahr – verstärkt nach geeigneten Bewerbern für die Ausbildung zum Fluglotsen beziehungsweise Flugverkehrsleiter, wie sich die Männer und Frauen, die an Österreichs Radarschirmen Dienst machen, offiziell nennen.
Bezirkskontrollstelle Wien (c) Austro Control
Das wird schon auf der Startseite von Austro Control’s Webauftritt evident, wo – zumindest zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Feature-Berichtes im März 2010 - für den „Traumjob Fluglotse„ geworben wird. Neben herkömmlicher Methoden wie Stellenanzeigen oder der Präsenz auf Berufsmessen bedient sich die ACG auch innovativerer Methoden die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe zu gewinnen, wie Tage der offenen Tür im Simulatorzentrum der hauseigenen Akademie oder Events wie die „Austro Control Nacht der Flugsicherung - INFO@NIGHT„, bei der man in Begleitung von Familie oder Freunden hinter die Kulissen der Flugsicherung blicken kann.
Dieser Feature-Bericht soll zum einen potentiellen Bewerbern aus unserer Leserschaft Informationen über den Weg zur Air Traffic Controllers Licence bieten, als auch einen allgemeinen Einblick in die Ausbildung zum Flugverkehrsleiter geben.
Die Voraussetzungen
Um sich für den Job des Flugverkehrsleiters bewerben zu können müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
* Reifeprüfung (Matura, Berufsreifeprüfung oder allgemeine Hochschulreife (für dt. Bewerber))
* Bei männlichen Bewerbern abgeleisteter Präsenz- oder Zivildienst
* Gute Englischkenntnisse
* Korrigierte Sehschwäche von maximal -6 oder +5 Dioptrien
* Mindestalter 18 Jahre; Maximalalter 25 Jahre
* EU Staatsbürgerschaft
Folgende Eigenschaften werden als wichtig erachtet und in Folge auch bei den Aufnahmetests überprüft: Gutes räumliches Vorstellungsvermögen, rasche Reaktionsfähigkeit, Entscheidungsfreudigkeit, Simultankapazität, hervorragende Konzentrations- und Gedächtnisleistung, hohe Teamfähigkeit.
Bewerben kann man sich über die Homepage der Austro Control (www.austrocontrol.at) . Dort findet sich im Bereich „Jobangebote„ Informationsmaterial über die Ausbildung und auch ein Bewerbungsbogen. Dieser kann auch telefonisch bei Frau Elke Kappacher unter der Telefonnummer 051703-1103 oder 1109 angefordert werden.
Das Auswahlverfahren
Erfüllt man die Grundvoraussetzungen wird man zur Vorselektion geladen. Diese findet bei der Austro Control statt und dauert ca. neun Stunden. Es werden dabei standardisierte Eignungstest nach dem FEAST (First European Air Traffic Controller Selection Test) Standard der Eurocontrol durchgeführt. Darüber hinaus finden Tests im Bereich der Arbeitshaltungen (Arbeitsstil) und der Gestaltwahrnehmung, eine Feedbackrunde und ein Interview statt. Etwa 50 Prozent der Teilnehmer bestehen diese Auswahlrunde.
Bei erfolgreicher Absolvierung der Vorselektion wird man in Folge zur Hauptselektion geladen, welche vom Kuratorium für Verkehrssicherheit durchgeführt wird und etwa sechs bis sieben Stunden dauert. Mittels Testgeräten werden hier vor allem die kognitiven Fähigkeiten wie Reaktionsvermögen, Wahrnehmung, Merkfähigkeit, Planung, aber auch Stressresistenz oder das Verhalten bei Mehrfachbelastung getestet. Außerdem werden Persönlichkeitstests sowie ein psychologisches Gespräch durchgeführt. Diese Selektion wird von etwa zehn Prozent der Teilnehmer erfolgreich absolviert.
Aus der Kombination der beiden Testrunden und dem Vergleich mit dem Profil aktiver Fluglotsen, die diese Tests zum Sammeln von Vergleichsdaten absolviert haben, werden ein Gesamtergebnis der Bewerber und eine Reihung erstellt.
Nach dieser Reihung werden die Bewerber zur flugmedizinischen Untersuchung geladen, bei der die medizinische Eignung (u.a. Hörvermögen, Sehleistung, EKG, Zucker) überprüft wird.
Als letzte Stufe der Selektion folgt schließlich noch der Assessment Day. Dabei handelt es sich um eine Serie von Einzel- und Gruppenübungen, bei denen soziale und persönliche Fähigkeiten wie Kommunikation, Teamfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit oder Risikobereitschaft überprüft werden.
Aus den Ergebnissen der Vorselektion, der Hauptselektion und des Assessment Day wird am Schluss ein Gesamtergebnis gebildet, das die Grundlage für die Beschickung der Kurse für die Lotsenausbildung ist.
2009 haben sich 1100 Personen für die Ausbildung zum Fluglotsen beworben, darunter 30 Prozent Frauen, Tendenz steigend.
Die Ausbildung
Die Ausbildung zum Flugverkehrsleiter besteht aus einer Abfolge von drei Theoriekursmodulen, mehreren Praxiskursen am Simulator, einer oder mehrerer Praxisphasen an der Dienststelle (je nach Kursabfolge) und der Arbeitsplatzschulung an der zugewiesenen Dienststelle. Die Ausbildung erfolgt nach den „Common Core Contents for Air Traffic Controller Training„, einer nach Vorgaben der Eurocontrol normierten europäischen Ausbildungsrichtlinie.
Im Idealfall dauert die gesamte Ausbildung drei Jahre und findet durchgehend bei der Austro Control statt. Ab dem ersten Tag ist man als Trainee bei der ACG angestellt und erhält ein Gehalt, das sich bei der Absolvierung einzelner Kursmodule in zwei Schritten erhöht.
Ein Wermutstropfen ist die Tatsache, dass man sich die Dienststelle, an der man nach Beendigung der Ausbildung eingesetzt wird, nicht aussuchen kann. Es wird zwar nach Möglichkeit versucht, die Absolventen in ihrer Wohnregion unter zu bringen, aber die Zuteilung ist vorwiegend abhängig vom Bedarf und von der Qualifikation des Trainees. Speziell bei Bewerbern mit Wohnort weiter entfernt von Wien kann es leicht passieren, dass man dem Dienstort Wien zugewiesen wird.
Towersimulator I der Austro Control (c) Austro Control
Die Ausbildung startet mit dem Basic Kurs, der etwa vier Monate lang dauert. Dieser beginnt mit einer einwöchigen „Picture your job„-Phase, in der die Arbeit an den Dienststellen Tower und Approach Wien sowie in der Bezirkskontrolle im dritten Bezirk eingehend kennen gelernt werden kann. Danach werden den neu aufgenommenen Mitarbeitern grundlegende Kenntnisse über das System Flugsicherung, Kontroll- und Radarverfahren, Flugnavigation, Meteorologie, Luftfahrzeuge, Recht, etc. vermittelt. Auch werden Sprechfunkübungen am Flugfunksimulator durchgeführt und mit dem Sprechfunkzeugnis abgeschlossen. Bei Lehrausgängen zum Flughafen Wien und zum Fliegerhorst Langenlebarn wird hinter die Kulissen zivilen und militärischen Flugverkehrs geschaut.
Der nächste Ausbildungsteil ist das fünfwöchige Fluginformationsdienst-Modul. Hier werden Theoriekenntnisse unter anderem über nationales Luftfahrtrecht, Flugdatenbearbeitung und radarunterstützten Fluginformationsdienst vermittelt. Ein Ausbildungsflug im Raum Wien mit der firmeneigenen Cessna 182 veranschaulicht die Abläufe eines Sichtfluges. Der Theorie folgt ein ca. fünfwöchiges Simulatormodul, dem die Praxisschulung beim Fluginformationsdienst bei der Bezirkskontroll- oder Anflugkontrollstelle Wien folgt. Diese wird mit einer Ratingprüfung abgeschlossen, die durch das Erlangen der FIS Lizenz zum eigenverantwortlichen Arbeiten im Fluginformationsdienst berechtigt. Bis zum Beginn des nächsten Kurses versehen die Auszubildenden ihren Dienst hier.
Der Praxisphase folgt der circa achtwöchige Common Kurs. Auf diesem werden unter anderem umfassende und vertiefende Kenntnisse über Kontroll- und Radarverfahren für den Terminal- und En Route-Bereich, Flugnavigation, Flugsicherungssysteme und Luftfahrtrecht vermittelt. In Trainingssessions mit externen Instruktoren wird das Luftfahrtenglisch vertieft. Nach Einweisungsübungen auf dem Microsoft FSX Simulator folgen Flüge im ACG-eigenen Cessna Citation-Simulator und eine Session bei fly737.com. Diese dienen dazu, das System Flugsicherung aus der Pilotensicht zu vermitteln. Exkursionen führen zu verschiedenen Dienststellen des Flughafens (u.a. Feuerwehr, Betriebsleitung) sowie zur AUA Werft.
Radarsimulator der Austro Control (c) Manfred Saitz
Nach dem Common Kurs trennen sich die Ausbildungswege in die Terminal-Schiene (Approach und Tower) und in die En Route-Schiene (Bezirkskontrolle). Hier erfahren die Trainees, ob sie für den Dienst im Area Control Center (ACC) oder bei einer Tower- oder Approch-Dienststelle vorgesehen sind. Auf einem 2-3-wöchigen Terminal, beziehungsweise En Route-Kurs werden unter anderem spezielle Verfahren für die jeweilige Ausbildungsschiene vermittelt.
Der kurzen Theorievorbereitung folgen mehrere Praxiskurse am Simulator. In der Terminal Schiene dauern diese in Summe – abhängig von der Teilnehmerzahl – etwas über ein Jahr. Die Kurse vermitteln praktische Fähigkeiten in der Flugverkehrskontrolle ohne und mit Verwendung von Radar für den Bereich der Flugplatzkontrolle und der Anflugkontrolle. Im En Route-Bereich dauern die Praxiskurse – auch wieder abhängig von der Teilnehmerzahl – etwa acht bis neun Monate. Hier wird Bezirkskontrolle ohne und mit Radar trainiert. Die En Route-Simulationen werden gemäß der Luftraumstruktur der reellen Kontrollsektoren durchgeführt, für Tower- und Approachsimulationen werden dem Flughafen Wien angepasste Areas verwendet.
Bei den Simulatorübungen werden die Piloten großteils durch echte Linienpiloten, die an Computern Eingaben durchführen und als Funkgegenstelle dienen, simuliert. Dies erhöht den Realitätsgrad der Simulation. Die Kursabläufe starten jeweils bei geringem Flugaufkommen und steigern sich gut aufgebaut bis zu starkem Verkehr. Auch Notfälle und Ausfallsszenarien werden trainiert. Am Ende der Praxiskurse steht jeweils eine Beurteilungsperiode, in der das Gesamtergebnis aus den Ergebnissen mehrerer Übungen gebildet wird. Ab einem Ergebnis von mindestens 75 von 100 Punkten hat ein Trainee den Kurs bestanden. Bei Verfehlen des Kurszieles besteht die Möglichkeit einen Praxiskurs zu wiederholen.
Tower Simulator II der Austro Control (c) Manfred Saitz
Etwa 70 Prozent der Auszubildenden durchlaufen die Ausbildung erfolgreich. Spätestens im Rahmen der Radarsimulatorkurse erfahren die Terminal-Trainees für welche Dienststelle sie vorgesehen sind (die Kollegen/-innen, die für die Bezirkskontrolle vorgesehen sind erfahren dies ja schon nach dem Common-Kurs). Nach erfolgreicher Beendigung der Praxisübungen am Simulator erhalten die Trainees die Student Licence und werden an ihre Dienststellen übergeben, wo unter der Verantwortlichkeit eines lokalen Unit Training Managers die Arbeitsplatzschulung durchgeführt wird.
Zuerst eigenen sich die zukünftigen Radarlotsen/-innen die lokalen Vorschriften an, über die sie in einem schriftlichen Test abgeprüft werden. Danach erfolgt am Simulator die Vorbereitung auf die Arbeitsplatzschulung. Schließlich erfolgt im live-traffic die Schulung am Arbeitsplatz mit einem Instruktor, der jederzeit eingreifen kann und auch während der Schulung für die korrekte und sichere Kontrolle des Flugverkehrs verantwortlich ist. Unmittelbar nach jeder Schulungseinheit wird mittels eines sogenannten „Daily Assessment„-Formulars Protokoll über die Leistung des(r) Auszubildenden Buch geführt und ein Debriefing abgehalten.
Nach der Absolvierung der erforderlichen Mindestschulungsstunden (je nach Dienstsstelle unterschiedlich; für Tower Wien etwa 220 Stunden) wird nach Konsultation der Ratinglehrer darüber entschieden, ob weitere Schulungsstunden erforderlich sind, oder die Ratingprüfung angesetzt werden kann. Diese wird unter Aufsicht einer Prüfungskommission im Live-Verkehr am Arbeitsplatz durchgeführt.
Radarsimulator der Austro Control (c) Manfred Saitz
Sie ist der letzte Schritt zur Erlangung der ATCO Lizenz (Air Traffic Controller Licence), die zum eigenverantwortlichen Arbeiten an den Radarpositionen der eigenen Dienststelle berechtigt. Sie steht auch am Ende einer langen, anstrengenden und mit viel Einsatz aller Beteiligen begleiteten Ausbildungsphase für einen verantwortungsvollen, aber auch sehr schönen Beruf.
Im Anschluss noch ein Interview mit Andreas Legler, der derzeit die Ausbildung zum Flugverkehrsleiter absolviert:
AAnet: Andreas, Du absolvierst gegenwärtig bei der ACG die Ausbildung zum FVL. In welchem Stadium der Ausbildung befindest Du Dich zurzeit und wie geht es Dir dabei?
Andreas Legler (AL): Nach mittlerweile 2 Jahren Ausbildung bei der ACG durchlaufe ich derzeit die Simulatorausbildung für Approach, die ich im Juli hoffentlich erfolgreich abschließen werde. Die Simulatorausbildung ist recht fordernd und anstrengend, macht jedoch auch Spaß und ich denke, dass soweit alles nach Plan läuft.
AAnet: Woher hast Du über den Beruf des FVL erfahren und was war für Dich die Motivation, Dich zu bewerben?
AL: Einerseits habe ich diesen Beruf über die Medien wahrgenommen, da die ACG in verschiedener Form für den Beruf wirbt und ich habe mich auch bei einem Berufsinformationstag genauer informiert, andererseits hat mich eine Bekannte, die mittlerweile fertige Fluglotsin in der ACC Wien ist, auf diesen Beruf gebracht. Beweggründe für die Bewerbung waren bei mir natürlich großes Interesse an der Luftfahrt sowie die Suche nach einer herausfordernden und interessanten Arbeit.
AAnet: Wie hast Du die Selektion erlebt? Was ist Dir dabei schwer / leicht gefallen und was würdest Du jemandem raten, der beabsichtigt, sich zu bewerben?
AL: Natürlich war ich ein wenig angespannt und nervös, wie das wohl jeder bei einem Auswahlverfahren ist, jedoch habe ich mich davon nicht irritieren lassen und mein Bestes gegeben. Als schwerste Hürde habe ich in jedem Fall die zweite Selektion im Kuratorium für Verkehrssicherheit empfunden, da man hier teils sehr lange und anstrengende Tests bewältigen muss. Ich denke, es ist nicht wirklich möglich bzw. notwendig, sich auf die Selektionen besonders vorzubereiten. Ich glaube das wichtigste ist einfach, ausgeschlafen hinzugehen und sein Bestes zu geben.
AAnet: Wie bald nach der Selektion hast Du erfahren, dass Du diese bestanden hast und wie lange hast Du auf den Ausbildungsbeginn warten müssen?
AL: Nach dem Assessment Day sind wir noch am selben Abend per e-mail über das Ergebnis informiert worden. Der Assessment Day fand bei uns im Februar statt, Ausbildungsbeginn war dann Anfang April.
AAnet: Auf den Theoriekursen wird sehr viel Stoff vermittelt. Wie schwierig war es, diesen zu lernen um die Fächer positiv abzuschließen?
AL: Schwierig würde ich nicht unbedingt sagen. Der Stoff ist äußerst umfangreich, fast ausschließlich Englisch und es ist Vieles auswendig zu lernen. Ich denke hier zum Beispiel gleich an die allererste Prüfung im „Basic Course„ – „Abbreviations„. Es sind hier knappe 1000 Abkürzungen wie z.B. ICAO Location Indicators (4-stellige Abkürzung für Flughäfen), Designators for Aircraft Operating Agencies (3-stellige Abkürzung der Fluglinien), Aircraft type designators uvm. auswendig zu lernen. Ich denke, wenn man sich für die Sache wirklich interessiert und sich ausreichend Zeit zum Lernen nimmt, die auch notwendig ist, ist es ohne weiteres machbar.
AAnet: Was waren Deine Lieblingsgegenstände und was hast Du als eher weniger interessant empfunden?
AL: Einen wirklichen Lieblingsgegenstand hatte ich eigentlich nicht. Es sind im Prinzip alle Gegenstände die man hat interessant sowie in gewissem Maße wichtig und auch grundlegend notwendig für die weitere Ausbildung.
AAnet: Wie ist Dein Eindruck von der Praxisausbildung am Simulator? Was sind hier die Schwierigkeiten? Ist der Aufbau so, dass man gut mitkommt?
AL: Die Praxisausbildung am Simulator ist eigentlich sehr gut aufgebaut. Man fängt natürlich am Beginn eines Simulatorabschnitts mit ganz einfachen Beispielen an um hier die Basics zu erlernen, da diese in Fleisch und Blut übergehen müssen. Bis zum Ende des Simulatorkurses wird der Level permanent gesteigert und es ist immer mehr Verkehr zu bewältigen. Ich glaube die Schwierigkeit am Simulator besteht darin, dass man mit den immer schwierigeren Beispielen und dem sich immer steigernden Niveau mithält und man seine persönliche Kapazität kontinuierlich steigern muss.
AAnet: Wann wirst Du alle Kurse absolviert haben und an die Dienststelle zugeteilt werden? Weißt Du schon wohin Du kommen wirst?
AL: Ich werde im heurigen Juli die Simulatorausbildung hoffentlich positiv abschließen und sollte danach meiner zukünftigen Dienststelle zugeteilt werden. Zurzeit steht noch nicht fest, für welche Dienststelle ich vorgesehen bin. In jedem Fall steht einem dann noch das On–Job–Training bevor, das ca. ein halbes Jahr bis ein Jahr dauert, ehe man die Ausbildung mit einer letzten Prüfung komplett abschließt und danach die Lizenz für die Ausübung des Berufs Flugverkehrsleiter erhält.
AAnet: Danke für die Beantwortung der Fragen und viel Erfolg für die weitere Laufbahn.

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