Featuredetail


Verfasst am: 21.08.10 07:20

Von: Stefan Rockenbauer

Kecskemet Airshow 2010

Alle Fotos: Stefan Rockenbauer

Nach einjähriger Unterbrechung war es Anfang August wieder so weit. Die Airbase im Herzen Ungarns öffnete wieder Tür und Tor für tausende Flugbegeisterte aus ganz Europa.

Das rund 107.000 Einwohner zählende Städtchen liegt etwa 86km südöstlich von Budapest, und ist militärisch gesehen einer der wichtigsten Standorte Ungarns. In diesem Jahr konnte die Veranstaltung Gäste aus insgesamt 24 Ländern begrüßen. Von der F-15E „Eagle„ aus den USA und F-16I „Sufa„ aus Israel bis zur Su-27B „Flanker„ aus der Ukraine war alles vertreten was Rang und Namen hat.

Resultat war eine Show vom feinsten mit rund 10 Stunden Flugprogramm ohne Unterbrechung. Kunstflugteams aus ganz Europa gaben sich die Klinke in die Hand (Patrouille Suisse, Turkish Stars und Frecce Tricolori um nur drei zu nennen). Zwischendurch zeigten die Piloten von Dassault Rafale C, MiG-21UM „Lancer„ und co. ihr können. Auch einige zivile und historische Fluggeräte wie die einzige flugfähige Li-2T, eine An-2 oder ein MD-500E der ungarischen Polizei.

Die besagte Lisunov Li-2T.
Die besagte Lisunov Li-2T.

Die Flying Bulls waren mit einem Alpha Jet vertreten
Die Flying Bulls waren mit einem Alpha Jet vertreten

Den Anfang der Kunstflugstaffeln machte das Team Iskra
Den Anfang der Kunstflugstaffeln machte das Team Iskra

Pilatus PC-9 der Bulgarian Air Force
Pilatus PC-9 der Bulgarian Air Force

Saab JAS-39C „Gripen" der Hausherren
Saab JAS-39C „Gripen" der Hausherren

Soko G-4 Super Galeb aus Serbien beim rollen zur Abstellposition
Soko G-4 Super Galeb aus Serbien beim Rollen zur Abstellposition

Einen wahren Oldtimer-Fighter gab es in Form dieser Mikoyan-Gurevich MiG-21UM „Lancer„ B zu sehen. Aufgrund der Seltenheit freuten sich zahlreiche Spotter über diesen Doppelsitzer.

Eine neue wunderschöne Sonderlackierung wurde auf dieser Mil Mi-24V „Hind„ präsentiert.

Abwurf von Flares am Ende dieses Diplays
Abwurf von Flares am Ende dieses Diplays

Diese Lockheed Martin C-130J-30 „Hercules„ flog noch am Vormittag zurück nach Ramstein
Diese Lockheed Martin C-130J-30 „Hercules„ flog noch am Vormittag zurück nach Ramstein

Das Breitling Jet Team mit ihren Aero L-39C Albatros im neuen Farbkleid.

McDonnell Douglas F/A-18C „Hornet" der Swiss Air Force.

Wie auf dem Flugzeugträger mit aufgeklappten Flügelenden
Wie auf dem Flugzeugträger mit aufgeklappten Flügelenden

Auch schon im Digitalzeitalter angekommen ist diese Mikoyan-Gurevich MiG-29AS (9-12A) unserer Slowakischen Nachbarn...

 ...zumindest bei der Tarnlackierung
...zumindest bei der Tarnlackierung

Die Patrouille Suisse rollt zur Startbahn.

Natürlich ist ihr Maskottchen „Flat Eric„ mit dabei
Natürlich ist ihr Maskottchen „Flat Eric„ mit dabei

Toooooorrr
Toooooorrr

Eine von drei im ungarischen Pápa stationierten

... Boeing C-17A „Globemaster III„...
... Boeing C-17A „Globemaster III„...

...zeigte ihre beeindruckenden Kurzstart- und Lande-Eigenschaften.

Hier beim zurücksetzen auf der Landebahn
Hier beim zurücksetzen auf der Landebahn

Ein weit bunteres Schmankerl war die Fokker F-16AM „Fighting Falcon„ der Holländer.

Der französische Pilot flog für mich das beste Solodisplay des Tages. Die Wendigkeit der Dassault Rafale C ist nur schwer zu toppen. Weil fast die ganze Vorführung unter Nachbrenner geflogen wurde gab es auch ordentlich was auf die Ohren.

Das nächste große Kunstflugteam: The Turkish Stars auf Canadair NF-5B (CL-226)

Wie immer blieb bei der Landung kaum Luft zwischen Blech und Beton
Wie immer blieb bei der Landung kaum Luft zwischen Blech und Beton

Die Belgier präsentierten sich mit ihrer, für diese Saison neu lackierten, SABCA F-16AM „Fighting Falcon„.

Spanien schickte dieses Jahr eine Dassault Mirage F1CE(M) und eine McDonnell Douglas EF-18A „Hornet„ ins Rennen.

Den vorletzten Programmpunkt bildeten die Stars aus Rivolto. Sie feiern im September ihr 50-jähriges Jubiläum, und tragen dies auch sichtbar auf einem ihrer Jets.

Die Nr. 50 in einem Kunstflugteam? Das wäre wohl ein bisschen viel des Guten
Die Nr. 50 in einem Kunstflugteam? Das wäre wohl ein bisschen viel des Guten

Gedränge schon beim Start
Gedränge schon beim Start

Wenn alle 10 beisammen sind wird’s noch enger
Wenn alle 10 beisammen sind wird’s noch enger

Split...
Split...

Der Solopilot beim Trudeln
Der Solopilot beim Trudeln

Den Abschluss der Show bildeten die Gastgeber selbst mit einer kleinen Luftkampfvorführung zwischen MiG-29 und Saab Gripen und einer Geiselbefreiung mit Hubschrauberunterstützung.

Mikoyan-Gurevich MiG-29B (9-12B) „Fulcrum„
Mikoyan-Gurevich MiG-29B (9-12B) „Fulcrum„

Am Ende beim gemeinsamen Überflug.
Am Ende beim gemeinsamen Überflug.

Mil Mi-24V „Hind„ mit einem Rotorblatt in Landesfarben.
Mil Mi-24V „Hind„ mit einem Rotorblatt in Landesfarben.

Sonderbemalte MiG-29
Sonderbemalte MiG-29

Fazit:

Sehr empfehlenswert. Wie auch schon 2008 eine super Organisierte Airshow mit vielen verschiedenen Teilnehmern aus dem Westen wie aus dem Osten. Von Wien aus relativ schnell in 2,5-3h erreichbar und mit rund 14€ auch nicht zu teuer für das gebotene.


 
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