Verfasst am: 31.10.10 11:55
Von: Andreas Traxler
Spotlight Arizona
Phoenix Sky Harbor International und Umgebung
Dieses Jahr zog es mich das erste Mal nach Amerika zum Spotten. Die Entscheidung fiel auf den Wüstenstaat Arizona im Südwesten der Staaten. Die gebuchte Flugroute war MUC-FRA-PHL-PHX die von Lufthansa und US Airways durchgeführt würde. In Philadelphia gab es den ersten Vorgeschmack auf das was noch folgen sollte.
Airbus A320 USA3000. Die US-Charterfluggesellschaft besitzt derzeit 10 Maschinen vom Typ Airbus A320
In Phoenix war ich im Süden des Flughafens in einem Hotel untergebracht und holte mir früh am nächsten Morgen mein Mietauto ab- und los ging´s. Phoenix Sky Harbor ist einer der größten Flughäfen der Welt, mit drei Pisten in Ost-West Ausrichtung. Am PHX zu fotografieren ist grundsätzlich sehr einfach, denn auf den Terminals 3 und 4 sind Parkhäuser von denen man sehr gute Bilder machen kann.
Vom Parkhaus im Terminal 3 aufgenommen sieht man, dass die Maschinen über die Verbindungsbrücken rollen und dabei gut aufgenommen werden können. Für Maschinen von der Größe des Airbus A320 oder der Boeing 737-800 reichen 200mm (Faktor 1,5) locker aus. Die nächsten Aufnahmen sind allesamt im Parkhaus von T3 entstanden.
Die 737-700 C-GWJK der kanadischen WestJet Airlines. 1995 gegründet ist sie mittlerweile die neuntgrößte Billigfluglinie der Welt
Air Tran, 737-700, N307AT
Diese Fluggesellschaft wurde vor kurzem vom Billigflugriesen Southwest Airlines übernommen, wodurch deren Flotte um weitere 143 Fluggeräte wächst.
Aeromexico fliegt zweimal pro Tag nach PHX wobei vorwiegend Boeing 737 eingesetzt wird.
N855AM 737-700 rollt zum Start für den Rückflug nach Mexico City
Neben der Boeing 717 betreibt Midwest nun auch EMB 190, die erst seit kurzem in Dienst stehen.

Midwest Airlines N168HQ Embraer 190

Die DC-10 (N316FE) der FedEx ist auf der Nordbahn gelandet und muss zum Frachtbereich im Süden des Flughafens rollen
Bei dieser Aufnahme sieht man auch das gegenüberliegende Terminal 4, welches nach Barry M. Goldwater benannt ist, der über fünf Legislaturperioden Senator seines Heimatstaates Arizona war.

Der A319, N826AW trägt eine Sonderlackierung die für den Bundesstaat Arizona wirbt
Delta Airlines ist natürlich auch ein oft gesehener Gast die hier auch mit regionalem Gerät verkehrt.

Die 737-800, N3765 trägt noch die klassische Bemalung

Der A319 N828AW ist als Retrojet in den ursprünglichen Farben der America West Airlines unterwegs
N837AW, Ein weiterer A319 von US Airways der in einer Sonderbemalung der Arizona Cardinals fliegt. Eine Mannschaft der amerikanischen Profi Liga National Football League (NFL)

Airbus A319 N838AW ist immer noch in den Farben der ehemaligen America West im Einsatz
America West war eine US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in PHX. Diese wurde 2005 von US Airways übernommen.

N822AW. US-Airways A319 der für den Staat Nevada wirbt, und eine entsprechende Sonderlackierung trägt

N181UW ist ein A321 der, wie weitere Maschinen in der US-Airways Flotte, noch in der alten Bemalung im Einsatz ist. Hier beim Aufsetzen auf RWY25L

US-Airways operiert von PHX aus mit weiteren regionalen Mustern, wie dieser Dash-8-200 mit der Kennung N434YV

N938LR. CRJ-900 sowie CRJ-200 gehören auch zu den alltäglichen Fotomotiven am PHX

N821SK ist ein Canadair Regional Jet CRJ900 der Regionalfluglinie Skywest Airlines, wobei dieser eine besondere Farbgebung trägt deren Anlass das 35 jährige Bestehen der Fluggesellschaft ist

Auch Alaska Airlines fliegt mehrmals täglich nach Phoenix. 737-400 N792AS Salmon-30-Salmon auf dem Rollweg zum Terminal 2

Boeing 737-400, N706AS Spirit of Make a Wish Logojet
Alaska Airlines ist seit 1985 Unterstützer der „Make a Wish“ Foundation. Ein gemeinnütziger Verein, der sich die unentgeltliche Erfüllung von Herzenswünschen schwerstkranker Kinder zum Ziel gesetzt hat.

Die Boeing 737-400, N793AS Fliegt in klassischen Farben der Alaska Airlines

Natürlich ist auch American Airlines hier vertreten. Die 737-800, N951AA trägt dasselbe „Outfit“ wie die erste 727 von American Airlines 1964.

Auch die schon selten gewordene MD´s von American Airlines lassen sich hier noch blicken. Hier die MD-83 N439AA auf dem Weg zur Parkposition am T3
Im Süden des Flughafens – gleich neben dem Frachtbereich – befindet sich der militärische Teil, welcher die 161. Air Refueling Wing (161ARW) der US Air Force beherbergt. Diese Einheit der Arizona National Guard verfügt über acht KC-135R Tanker.

Einer davon ist die 63-8036, hier nach der Landung RWY07R

Der Airbus A310-300F/15001 der Canada Air Force bei der Landung auf RWY25L auf Kurzbesuch des militärischen Teil des Flughafens
Am frühen Morgen lassen sich vom südlichen Teil des Parkhauses vom Terminal 4 Bilder der startenden Maschinen machen. Hier einige Beispiele.
Flug HAL35 von Phoenix nach Honolulu startet kurz nach 8:00 Uhr morgens und landet auf Hawaii um die Mittagszeit. Wenige Wochen zuvor wurde die Boeing 767 N580HA mit Winglets ausgerüstet.

N899AA 727-200F ist für die Capital Cargo International Airlines im Einsatz. Hier beim Start auf RWY07L
Diese 767-200 (N793AX) ist seit März 2002 im Dienst von Airborne Express, dessen Zusammenschluss mit DHL im Jahr 2004 beschlossen wurde.

(N572UA) Eine der seltenen, noch in den alten United Airlines Farben operierende, 757-200, hier ebenfalls beim Start auf RWY07L mit den für PHX typischen Bergen im Hintergrund.
Phoenix Sky Harbor ist auch die drittgrößte Destination für Southwest Airlines die im Terminal 4 untergebracht ist. Diese Fluggesellschaft hat so manche attraktive Bemalung in ihrer riesigen Flotte.

N759GS 737-700 beim Aufsetzen auf RWY26

N214WN 737-700 in Maryland Bemalung, auf dem Weg zum Gate

N386SW 737-300 Arizona One auf dem Rollweg zur Startposition auf RWY07L

N945WN 737-700 Diese Maschine fliegt erst seit kurzem bei Southwest und trägt die Florida One Bemalung

N647SW Eine Sonderlackierung zu Ehren des Gewinns des Triple Crown Preises im Pferdesport
Frontier Airlines ist eine US-amerikanische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Denver. Von ihrem Heimatflughafen Denver International Airport aus bietet sie Flüge innerhalb der Vereinigten Staaten und nach Mexiko an. Gemäß ihrem Slogan „A Whole Different Animal“ haben Frontier-Maschinen Bilder von unterschiedlichen Wildtieren auf dem Leitwerk. Grundsätzlich wurden Arten ausgewählt, die entweder in den Rocky Mountains heimisch sind oder in den angeflogenen Gegenden vorkommen. Frontier Airlines war Pilotkunde für den Airbus A318 im Jahr 2003 und besitzt nun neun Flugzeuge dieses Baumusters wobei diese auch hin und wieder nach PHX eingesetzt werden.

Sheldon the green Sea Turtle. Einer der besagten A318 mit dem Kennzeichen N810FR

Lola & Max A Cougar with her cub. Airbus A319 N930FR kurz vor der Landung RWY26

Wally the grey wolf. Airbus A319 N933FR beim push back von Terminal 3
Rund 30 Autominuten östlich von PHX befindet sich ein weiterer Flughafen mit dem Namen Phoenix Mesa Gateway (WGA, IATA: AZA, ICAO: KIWA). Da er auch eine ehemalige Williams AFB ist hieß dieser Flughafen auch zwischenzeitlich Williams-Gateway Airport. AZA ist ein privater Flughafen mit ebenfalls drei Landebahnen im Südosten Arizonas in der Nähe von Mesa. Sein Name entstand in Anlehnung an Charles Linton Williams, einem lokalen Flughelden. 
Allegiant Airlines MD-83 N863GA
AZA wird von „Low-Cost Carriern“ wie der Allegiant Airlines benutzt, und gilt allgemein als sehr fotografenfreundlich. Allerdings ist der Flugverkehr doch noch immer ziemlich bescheiden. Eine meiner weiteren besuchten Destinationen war die Luke Air Force Base in Glendale, die eine halbe Autostunde von Phoenix in nordwestlicher Richtung liegt und zum Training des 310th Fighter Squadron „Tophats“ dient. Wobei man am besten die 101 in nördlicher Richtung fährt und anschließend die Glendale Avenue bis zur AFB nimmt. Die kreuzt wiederum mit der Litchfield Road wo man im Norden der AFB ganz gute Aufnahmen der F-16 machen kann.

Lockheed Martin F-16D Fighting Falcon, 89-2179
Wenn man der Litchfield Road in den Süden folgt kommt man direkt zum Phoenix Goodyear Airport (GYR), wo im Norden des Areals ausgemusterte Maschinen auf deren „Ende“ warten. Am Anfang des Jahres empfehle ich, am Nachmittag nach GYR zu fahren, da die einzelnen Flugzeuge besser im Licht sind. An dieser Destination empfiehlt sich auch eine kleine Leiter.

Diese Douglas DC-7C Seven Seas (N777EA) steht seit Anfang der 90er am GYR

Diese 747-300 war ehemals bei Corsair als F-GSKY im Einsatz

Dieser A320 flog bis Juni 2009 bei Air Blue. AP-BGU (cn394)

Die DC-10F N323F war am Ende ihrer Karriere für FedEx Express unterwegs. Zuvor für UA Worldwide Cargo als N1852U

Ex SX-BMD für Olympic Airways

Amerijet International 727-200 N804AJ

Einer der neuesten Zugänge von GYR. Selbst die Triebwerke sind noch dort wo sie hin gehören

Insgesamt sind es doch ca. 60-70 Maschinen die hier abgestellt sind
Meine nächste Station war Tucson. Diese Stadt im Süden von Arizona ist von Phoenix am besten auf der 10 Richtung Süden zu erreichen. Der Tucson International Airport (IATA: TUS, ICAO: KTUS) ist der zweitgrößte Flughafen in Arizona. Er liegt etwa 10 km südlich von Tucson. Am TUS fuhr ich zum Cargo Bereich, wo ein öffentlicher Parkplatz bei FedEx ist, an dem man am Zaun sehr gut die abhebenden Maschinen fotografieren kann. Dort ist eine kleine Leiter auch wieder von Vorteil.

N459SW CRJ-200ER
Unter der Dachmarke Delta Connection betreiben mehrere unabhängige Regionalfluglinien und drei Tochtergesellschaften der Delta Airlines ein umfangreiches Netzwerk an Regional- und Zubringerflügen. Dazu gehört unter anderem auch SkyWest Airlines.

N703S Diese schon selten gewordene 737-200 der Fluglinie Sierra Pacific war am Cargo Bereich abgestellt

N444SW Dieser CRJ200ER bewarb bis 2008, das 30 jährige Bestehen von SkyWest Airlines

N652FE Airbus A300-600F beim Start RWY11L
Frontier verbindet Denver mit Tucson dreimal täglich mit Nonstop Linienflügen.

N926FR Airbus A319 Domino the Black Tailed Deer Fawn

N580HH Turboprop Convair 580, mit dem Baujahr 1958 wird von Raytheon zu Testzwecken eingesetzt. Dies ist die Nummer 500 in der Produktionsreihe
Am TUS ist auch die „162nd Fighter Wings“ Staffel stationiert, die mit deren F-16 den zivilen Airport für deren Training mitbenützen. Hier einige Eindrücke.


Am Nachmittag gings weiter zur nächsten Destination, die in 10 Kilometern in östlicher Richtung von TUS zu erreichen ist. Die Davis-Monthan Air Force Base (DMA/KDMA) ist ein Stützpunkt der United States Air Force. Hier ist die 12th Air Force beheimatet, die hier mit A-10 und OA-10 trainiert. Außerdem sind EC-130H, HC-130 und HH-60G hier stationiert. DMA gehört zum Air Combat Command und ist bekannt durch das in unmittelbarer Nachbarschaft liegende „Aerospace Maintenance and Regeneration Center“ (AMARC). Ein großes Lager für ausrangierte Flugzeuge der US-Streitkräfte. Die nächsten Bilder sind ein kleiner Einblick welche „Massen“ an Flugzeugen hier abgestellt sind, denn dies sind nur die C-130.


Es ist nur bedingt gestattet hier Fotos zu machen. Die Zaunpatrouille hat mir empfohlen, dass zwei Kilometer entfernte „Pima Air and Space Museum“ anzusehen, worin sich die selben Flugzeugmuster befinden. Dabei handelt es sich um das größte, nichtstaatliche Luft- und Raumfahrtmuseum der Welt. Über 300 Fluggeräte aus aller Welt werden hier ausgestellt. Hinzu kommen noch rund 125.000 sonstige Ausstellungsstücke. Das Museum präsentiert seine Schätze überwiegend im Freien; die besonders wertvollen Exemplare werden in Hallen und Hangars ausgestellt. Man kann das Museum selbständig erkunden, es werden aber auch Touren angeboten. Geöffnet ist das Museum täglich von 9 bis 17 Uhr.

Die Boeing 135-J (717-166) 63-8057 steht schon seit 1993 im Pima Air and Space Museum und wurde 1965 an die Air Force ausgeliefert

McDonnell Douglas C-9B Skytrain II, 164607/RX trägt eine spezielle Aufschrift zur Erinnerung an ihren Einsatz von 1978-2005
Dies waren nur zwei Beispiele der 300 Fluggeräte im Pima Air and Space Museum, das ich nur empfehlen kann. Ich war an diesem Tag volle 5 Stunden dort unterwegs. Am besten ist es im Herbst oder in den Wintermonaten nach Arizona zu kommen, da die Temperaturen viel angenehmer sind. Jedoch nie vergessen genügend Wasser mitzunehmen, denn das Thermometer hat bei meinem Besuch im Frühling auch ca.100 Grad Fahrenheit (40 Grad Celsius) angezeigt.