Verfasst am: 18.03.11 11:56
Von: Martin Dichler
Arabisches Abenteuer - Ein Reisebericht

Was hat die Selbstverbrennung von Mohammed Buazizis in Tunesien mit meiner privaten Reise in die arabischen Golfstaaten zu tun? Im Grunde genommen gar nichts, aber der Selbstmord von Buazizis gegen Ende des vergangenen Jahres war der Auslöser der Tunesischen Revolution und damit der Beginn eines Flächenbrandes im arabischen Raum. In den folgenden Wochen mussten die langjährigen Machthaber Zine el-Abedine Ben Ali (Tunesien) und Hosni Mubarak (Ägypten) ihre Ämter unfreiwillig abgeben und dem Druck der Straße weichen. Nach dem Zusammenbruch der alten Regime sahen sich viele arabische Völker ermutigt, dem Begehren nach Freiheit und Wohlstand zu folgen. Im Iran, Libyen und auch in Bahrain kam es zu Aufständen gegen die herrschenden Führer, welche zumeist blutig verliefen. Durch diese Entwicklungen vor meiner geplanten Abreise in die Golfstaaten, bekam mein Urlaub plötzlich eine neue Dimension. Der Grund meiner Frühlingsreise war rein privater Natur. Ich wollte dem Winter entfliehen und endlich wieder Sonne tanken.
Auf meiner Suche nach einem geeigneten Reiseziel, fand ich ein Angebot der kuwaitischen Wataniya Airways, über Beirut nach Kuwait-City zu fliegen. Schnell war mein Interesse daran geweckt. Die Airline, die Ihren Betrieb am 16. März diesen Jahres einstellen musste, flog ab 2. Juni 2010 nach Wien und bezeichnete sich selbst als Premium Carrier - ein Versprechen das es zu testen galt. Bereits 1995 war ich in Kuwait, damals anlässlich des Air Slovakia Erstfluges in den Golfstaat. Damals hatte ich mich jedoch nur für einige Stunden am Flughafen aufgehalten - das Wataniya Angebot war also eine gute Gelegenheit um mehr von Land und Leuten kennen zu lernen.
Beirut, auch das "Paris des Nahen Ostens" genannt, war ebenfalls ein lang gehegtes Wunschziel von mir. Doch die etwas unsichere politische Lage im Libanon und die damit verbundenen Medienberichte, bewogen meine Frau dazu, mich freundlich aber bestimmt auf eine alternatives Reiseziel hinzuweisen - wollte ich nicht Schuld an einen Ehekrach sein. Somit war schnell klar, dieser Urlaub sollte mich, mit einen kurzen Zwischenstopp in Beirut, nach Kuwait bringen. Ich buchte den Wataniya Flug mit einen Aufenthalt von fünf Tagen in Kuwait.
Jetzt stellte sich natürlich die Frage für mich, was ich fünf Tage lang in Kuwait tun sollte? Natürlich gibt es einiges zu sehen, so z.B. das Wahrzeichen der Stadt, Kuwait Tower, oder das Kuwait Memorial Museum, in dem die Geschichte des Golfkrieges und des damaligen Irakischen Einmarsches beschrieben wird. Auch wenn das Interesse an der Luftfahrt sehr groß ist, so war eine Spotter Reise zum Kuwait International Airport nicht angedacht. Generell gilt bekanntlich in arabischen Ländern ein absolutes Fotoverbot auf Flughäfen. Meinen Abflug hatte ich für den 25. Februar gebucht. Nachdem aber in Kuwait zu dieser Zeit auch nur frühlingshafte Temperaturen von nur ca. +20C herrschen, war an einen längeren Badeaufenthalt nicht zu denken. Was also tun in Kuwait?
Ein Flug mit einer der vielen neuen arabischen Low Cost Airlines bot sich daher an. Ich beschloss gemeinsam mit meinen Reisepartner, einige weitere Wunschdestinationen im arabischen Raum während dieser Reise anzusteuern. Mögliche Routings standen reichlich zur Auswahl, denn Kuwait wird von allen führenden arabischen Low Cost Airlines angeflogen. Zur Auswahl standen so stressige Flugrouten wie; Wien-Beirut-Kuwait-Bahrain-Dubai-Muscat-Dubai-Kuwait-Beirut-Wien. Doch sollten wir die ganze Zeit unseres Urlaubes nur im Flugzeug verbringen und hoffen, den jeweils knapp bemessenen Anschlussflug zu erreichen? Wir entschlossen uns deshalb dazu, neben Kuwait-City auch Dubai in die Route einzubeziehen, um dem höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa einen Besuch abzustatten.
Natürlich gibt es eine große Anzahl von interessanten Destinationen im arabischen Raum. Neben Muscat und Bahrain stand auch Doha zur Auswahl. Rasch wurde die Entscheidung für Bahrain getroffen, der für uns am exotischsten klingenden Destination. Unsere Reise sollte uns von Wien via Beirut nach Kuwait bringen, am späten Nachmittag des selben Tages sollten wir mit Jazeera Airways nach Bahrain weiter fliegen um schon am nächsten Tag mit Bahrain Air Dubai zu erreichen weiter zu jetten. Nach einem entspannten zweitägigen Aufenthalt in den Emiraten, sollten wir dann mit Flydubai nach Kuwait und von dort über Beirut nach Wien fliegen.
Gesagt getan, wären da nicht die Entwicklungen seit dem 17. Dezember gewesen! Denn Mitte Februar, knapp zehn Tage vor unseren Abflug nach Kuwait, hatte sich die arabische Revolution bis nach Bahrain ausgeweitet, und die ersten Berichte über Tote in Manama flimmerten über unsere heimischen Bildschirme. Mit den "Tagen des Zorns" war unsere Reise in das bis dahin als sehr friedlich und wohlhabende Land, plötzlich in Gefahr geraten. Nach heftigen Ausschreitungen in der Hauptstadt Manama, wo das Militär wahllos auf unbewaffnete Demonstranten schoss, war uns nur zehn Tage vor unseren Abflug klar, dass wir umbuchen mussten, wollten wir nicht unser Leben gefährden.
Schnell wurde ein alternatives Routing für die Urlaubsreise zusammen gestellt. Am darauf folgenden Tag, hatte sich die Situation jedoch wieder dramatisch zum positiven gewendet. Das Militär und die Polizei zogen ab und überließen den Pearl Kreisverkehr im Zentrum der Stadt, den Demonstranten. Der König von Bahrain rief, noch bevor die Lage noch mehr zu eskalieren drohte, zu einem nationalen Dialog auf. Bahrain das vom internationalen Business lebt, musste ein positives Zeichen setzen und der Herrscher zog die Polizei und Armee aus dem Stadtzentrum ab. Ausschlaggebend dafür waren wohl auch die Interessen der Amerikaner in Bahrain. Die 5. US-Flotte liegt mit ihren Kriegsschiffen in Bahrain vor Anker und die Amerikaner hatten wohl auch ein Interesse daran, das der Inselstaat friedlich und stabil bleibt. Bahrain gilt auch das Tor nach Saudi Arabien. Bei einer weiteren Eskalation der Lage wären auch Unruhen in Saudia Arabien zu befürchten gewesen.
Was also tun? Sollten wir die Bahrain Air und Jazerra Airways Tickets umsonst bezahlt haben, und konnte man überhaupt in ein Land fliegen, dass seine Bevölkerung niedermetzelt? Nicht zu vergessen war das persönliche Risiko einer solchen Reise. Ich hatte bis zuletzt keine Antworten all auf diese Fragen.
Wien, Freitag 25. Februar
Ich freue mich gemeinsam mit meinen Reisebegleiter und lieben Freund Helmut Bierbaum auf einen entspannten und aufregenden Urlaub in den Golfstaaten. Unser Flug KW626 der Wataniya Airways soll uns mit einem Zwischenstopp in Beirut, in knapp 6,5 Stunden nach Kuwait-City bringen. Das im Jahr 2009 gegründete Unternehmen sah sich selbst als Premium Carrier, ein Grund mehr voll Vorfreude den Flug entgegen zu sehen. Und unsere Reise beginnt gut, nach einem raschen Check-In am Flughafen Wien und einen Besuch in der Business Lounge, starten wir in der Premium Economy Class an Bord des A-320 zu unserem ersten Flug nach Beirut.
Die Premium Economy Klasse der Wataniya war einfach unglaublich und wurde den selbstgestellten Ansprüchen der Airline mehr als gerecht. Mit meiner Körpergröße von 190cm, fand ich mehr als genügend Platz. Ich konnte gemütlich meine Füße ausstrecken und die Rückenlehne der Recaro Sitze, ließen sich auch weiter zurück legen als sonst. Vor unserem Abflug nach Kuwait hatte ich Christian Martinek, den für den österreichischen Markt zuständigen Country Manager von Wataniya Airways gebeten, für Fotoaufnahmen schon etwas früher das Flugzeug betreten zu dürfen. Nach meiner Fotosession und dem Boarding der restlichen Passagiere hoben wir pünktlich um 17:15 Uhr in Richtung Beirut/Kuwait ab.
Unsere Maschine vom Typ A-320 (9K-EAE) war gerade einmal elf Monate alt, alles an Bord war wie neu und das edle Innendesign mit seinen Ledersesseln, bestätigte das Premium Produkt. Kurz nach dem Start sprach uns die Purserin des Fluges an und lud uns ein, den Rest des Fluges in der "Business First" Klasse zu verbringen. Unsere Reise begann wirklich sehr gut! Wir nahmen Platz, streckten unsere Füße gemütlich aus und genossen das ausgezeichnete Business First Service der Wataniya Airways.
Samstag 26. Februar
Es war 01:45 Uhr in der Früh als wir nach einer Zwischenlandung in Beirut in Kuwait landeten. Beim Verlassen des Flugzeuges regnete es leicht in Kuwait. Also wenn ich mich viel gerechnet hatte, aber Regenschauer in der Wüste war nicht unbedingt mein Wunschwetter während dieser Reise. Wataniya Airways fertigte ihre Flüge im Sheik Saad Terminal ab, dieser ist ansonsten der Geschäftsfliegerei vorbehalten und liegt etwas abseits des normalen Flugbetriebs in Kuwait. Als Business/First Kunden wurden wir mit einem Minivan direkt zum Terminal gebracht.
Schon bei unserer Landung fiel uns auf, dass an die 20 Regierungs Jets verschiedenster Länder auf Vorfeld abgestellt waren. Darunter die German Air Force A-310, Tarom A-310, Saudia 747, Kuwait 747SP u.v.m. Ein Traum für alle Luftfahrtfotografen, doch bei dem Sicherheitsaufgebot vor Ort, leider unmöglich fotografisch festzuhalten. Nach einer recht umständlichen Visa-Beschaffung, brachte uns der Fahrer unserer Hotellimousine in zügiger Fahrt in unser Strandhotel. Währenddessen fiel uns auf, dass ganz Kuwait-City mit Lichterketten und Fahnen in Landesfarben geschmückt war. Wie wir erfuhren, feierte das Land genau an diesen Wochenende sein 50-jähriges Unabhängigkeitsjubiläum, sowie das 20-jährige Ende des ersten Golfkrieges. Damit war auch unsere Frage beantwortet, warum so viele Regierungsflugzeuge aus aller Welt am Flughafen zu sehen waren.

Die „österreichische Delegation“ anlässlich der Feierlichkeiten in Kuwait
Aus Bahrain waren in den letzten Tagen nur noch positive Meldungen zu vernehmen, und wir entschieden uns, nach einer kurzen Nacht und einem ebenso kurzen Besuch am Strand des Hotels, unseren Flug nach Bahrain anzutreten. Auf Anraten unseres Hotels fuhren wir deshalb bereits vier Stunden vor Abflug zum Flughafen. Nachdem an diesem Samstag viele Staats- und Regierungschefs nach den Feierlichkeiten wieder das Land verließen, war es empfehlenswert, möglichst früh in Richtung Flughafen aufzubrechen um den Flug nicht zu versäumen. Keine Minute zu früh wie sich später herausstellte. Zwar waren die Straßen zum Flughafen noch frei befahrbar, doch im Terminal des Kuwait International Airports herrschte das totale Chaos.
Kuwait International Terminal mit Schmuck in Landesfarben
Tausende von Passagieren drängten sich auf dichtesten Raum und alle wollten Richtung Abflug. Bevor man zum Check-In kam, musste man eine Sicherheitskontrolle passieren. An diesem Check-Point wurde das Großgepäck und die abfliegenden Passagiere kontrolliert. Wobei das Wort Kontrolle etwas übertrieben schien, denn die Personenkontrolle durch den Sicherheitsbeamten erfolgte bei mir "einhändig", da der Beamte gerade ein wichtiges Telefongespräch zu führen hatte. Hunderte Passagiere mit reichlich Übergepäck drängten sich mit uns in dieser Warteschlange. Obwohl Kuwait ein ölreicher Staat ist, gab der Flughafen eher ein Bild eines unterentwickelten Landes ab. Es schien so, als hätte die Regierung in den letzten fünfzehn Jahren keine allzu großen Investitionen in die Infrastruktur des Flughafens getätigt.
Kuwait Airport Terminal
Nach mehr als 60 Minuten Wartezeit gelangten wir doch noch zu unseren Jazeera Airways Check- In Schalter, wo wir unsere zuvor online bestellten Sitzplätze zugewiesen bekamen. Um 20:30 Uhr starteten wir pünktlich mit unseren Airbus A320 auf einem ausgebuchten Flug in Richtung Bahrain.
Jazeera Airways Airbus A320 Foto: Peter Psenica
Jazeera Airways wurde 2005 gegründet und besitzt derzeit eine Flotte von fünf A320 Flugzeugen. Das Unternehmen verfügt über ein umfangreiches Streckennetz und fliegt ab Kuwait-City insgesamt 18 Destinationen an. Unser kurzer Flug nach Bahrain dauerte gerade einmal 55 Minuten. Selbst auf dieser kurzen Strecke schaffte es die Crew, kleine kostenlose Snacks an die Passagiere auszuteilen.
Als wir in Bahrain ankamen, waren wir sofort positiv überrascht. Dieser Flughafen und diese Stadt waren der absolute Gegensatz zu Kuwait-City. Bahrain gilt als Business Stadt und wirbt mit dem Slogan "Welcome to Business friendly Bahrain".
World Trade Center- Manama
Der Flughafen ist ein Traum und kein Vergleich zum Kuwait International Airport.
Shopping Paradies Bahrain Airport
Wir verließen unseren Flugsteig und gingen in einem gepflegten und sauberen Terminal über weiche Teppichböden bis zur Immigration. Diese dauerte im Gegensatz zu Kuwait gerade einmal zwei Minuten und wurde direkt beim Grenzbeamten rasch und unbürokratisch erledigt. Nach einer kurzen Fahrt gelangten wir in unser Hotel, das am östlichen Stadtrand gelegen war. Der durch die protestierenden Regimegegner bekannt gewordene "Pearl Kreisverkehr", lag am gegenüber liegenden westlichen Ende der Stadt, was uns beruhigte. Von Demonstranten, Militär oder Polizei Kontrollen war auf unserer Fahrt zum Hotel nichts zu sehen, die Stadt machte einen friedlichen und ruhigen Eindruck auf uns.
Friedliches Manama
Sollten hier vor nicht ganz 15 Tagen friedliche Demonstranten ohne Grund erschossen worden sein? Die Situation schien surreal.
Sonntag 27. Februar
Die Sonne schien und das Wetter war bedeutend wärmer als am Tag zuvor in Kuwait. Nach dem friedlichen Eindruck vom Vortag, wagten wir einen Besuch im Souk von Manama. Es sah so aus, als wären wir die einzigen westlichen Touristen im Stadtzentrum gewesen. Die Händler am Souk rissen sich daher um die einzigen Kunden und umwarben uns mit ihren Angeboten. Es schien, als wären seit den Unruhen jegliche touristische Aktivitäten in Manama zum erliegen gekommen.

Gewürze im Souk von Manama
Neben dem großen Imageschaden, war die Absage des Formel-1-Laufes am 13. März in Bahrain ein weiterer großer Verlust für die Wirtschaft des Landes.
Um 18:20 Uhr ging unser Bahrain Air Flug BN 323 nach Dubai. Am Flughafen angekommen, nutzten wir die Zeit um einige Aufnahmen aus dem Terminal zu machen.
Bahrain Air Airbus A319
Die Möglichkeiten in Bahrain sind recht gut und ein großer Teil des Verkehrs rollt direkt an den Gates vorbei und kann nachmittags gut durch Scheiben abgelichtet werden.
Gulf Air Basis Bahrain
Bahrain Air selbst erhielt von mir den Titel "schnellste Fluglinie der Welt". Noch nie zuvor bin ich in einen Flugzeug gesessen wo die Passagiere noch vor dem Start Ihre Snack und Drinks erhielten, und ebenfalls noch vor Abflug, der gesamte Müll der Passagiere auch wieder eingesammelt wurde! Die Manieren der Reisenden an Bord des A319 ließen jedoch zu wünschen übrig. Viele telefonierten noch ungeniert während unser Airbus gerade von der Startbahn abhob. Nach der Landung in Dubai hatten sich fast alle Passagiere während des Rollens zum Gate abgeschnallt und telefonierten wieder angeregt. Einige der besonders eiligen Passagiere hatten unmittelbar nach dem Aufsetzen auf der Piste die Gepäcksfächer geöffnet und wollten sich in Richtung Ausgang begeben. Wie gesagt, das ganze noch während des Ausrollens - wahrlich kein leichter Job für die Damen und Herren der Air Bahrain Crew.
Montag 28. Februar
Dubai ist und bleibt für mich ein arabisches Disneyland. Kein arabisches Flair, dafür aber ein Land voller Sehenswürdigkeiten, skurriler Architektur und Größenwahn.
Dubai Mall Aquarium
Nach unserer Ankunft am Dubai International Airport wollten wir den Tag als Ruhetag nutzen. Wir fuhren nach Jumeirah Beach, dem bekanntesten Strandabschnitt in Dubai und gingen erst einmal ins herrliche Meer baden. Zwar war das Wasser mit 23 Grad noch etwas frisch, doch bei einer Außentemperatur von +32C nahmen wir diese Erfrischung gerne an. Der Höhepunkt des Tages war zweifelsfrei der Besuch am Burj Khalifa, mit 808 Metern das höchste Gebäude der Welt.
Burj Khalifa
Um 16:00 Uhr begann unsere Auffahrt und wir genossen den Ausblick vom 808 Meter hohen Turm. Dabei ist es ratsam, sich seine Tickets bereits im voraus online zu sichern. Geschieht dies nicht, ist der Turm auf Tage im voraus ausgebucht, oder man zahlt die Kleinigkeit von € 100,- um ohne Vorbestellung der Karten auffahren zu können. Wir entschlossen uns um „günstige“ € 25,- dieTickets online vorzubestellen. Direkt vor dem Gebäude befindet sich ein künstlicher See mit einem Springbrunnen. Ab 18:00 Uhr gibt es täglich eine fantastische Licht & Wasser Show, die alleine einen Besuch der Stadt wert ist.
Dienstag 1. März
Nach einer kurzen Pause stand wieder ein Weiterflug am Programm. Mit Flydubai ging es um 13:20Uhr wieder zurück nach Kuwait-City.
Flydubai Boeing 737-800 Foto: Peter Psenica
Flydubai ist ein Tochterunternehmen von Emirates und benutzt am Dubai International Airport den Terminal 2. Dieser liegt gegenüber dem Terminal 1 und 3 und wird hauptsächlich von Flydubai und Iranischen Airlines genutzt.
Global Boeing 737 in Dubai
Kish Air MD82 in Dubai
Betritt man den Terminal, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Keine Spur von Luxus & Glamour wie in den anderen bekannten Terminals in Dubai.
Terminal 2 in Dubai
Muss man am Flughafen den Terminal wechseln, so ist man gezwungen, mit dem Taxi zu fahren, denn eine öffentliche Anbindung zum Terminal 2 gibt es nicht. Bevor wir zum Boarding mit unseren Flug nach Kuwait aufgerufen wurden, startete neben uns das Boarding für einen Flydubai Kurs nach Kabul. Natürlich war es interessant zu beobachten, welche Passagiere zum Gate kamen. Anders als vermutet, waren es hauptsächlich Europäer und Amerikaner. Viele davon dürften sich einige Tage Auszeit in Dubai genommen haben, um dem täglichen Wahnsinn des Krieges in Afghanistan zu entfliehen.
Unser Flydubai Flug FZ 057 startete pünktlich, die Maschine vom Typ Boeing 737-800 war ca. zu 90% ausgelastet. Flydubai zählt in den Emiraten zu den führenden Low Cost Airlines und hat bei Boeing insgesamt fünfzig Boeing 737-800 bestellt. Die Preise für den einfachen Flug nach Kuwait beginnen bei knapp € 30, inkl. Taxen und selbst einige Tage vor Abflug, waren noch Tickets um € 60,- erhältlich.
Flydubai ist auch die einzige Low Cost Gesellschaft im arabischen Raum, die ihre Flugzeuge mit der maximal möglichen Anzahl an Sitzplätzen (189) ausgestattet hat. Während Bahrain Air und Jazeera Airways Business Class Plätze anbieten, fliegt Flydubai in einer reinen Economy-Bestuhlung. Der gesamte Eindruck der Airline ist hervorragend. Die Crew schien kompetent und das Flugzeug war wie neu. Nach knapp zwei Stunden landeten wir wieder in Kuwait City, dem Ausgangspunkt unserer kleinen Rundreise. Nachdem die Festlichkeiten zum 50jährigen Jubiläum des Landes vorüber waren, konnten wir nun ungehindert das Stadtzentrum besichtigen. Erster Punkt unseres Programmes waren die Kuwait Towers, die Wahrzeichen der Stadt.

Kuwait Towers
Wenn auch schon in die Jahre gekommen, so sind diese auch heute noch ein nettes Fotoobjekt und beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Während des ersten Golfkrieges versuchte die Irakische Armee die 187m hohen Türme zu zerstören. Doch dieses Unterfangen gelang den Irakis nicht. Nach einem Besuch der Türme fuhren wir weiter zum Souk Sharq. Dabei handelt es sich um eine Shopping Mall, die vom Meer aus einen großartigen Blick auf die Skyline der Stadt bietet.
Zu später Stunde gelangen uns interessante Aufnahmen der beleuchteten Skyline der Stadt. Damit war auch das Ende unserer kurzen Reise absehbar.
Mittwoch 2. März
Am Vorabend unseres Fluges erhielten wir die Information, das unser Flug nach Wien bereits zwei Stunden früher als geplant, nämlich um 09:15 Uhr starten sollte. Der Sheik Saad Terminal, von dem Wataniya Airways Ihre Flüge abwickelte, war uns bereits von unserer Ankunft am 26. Februar bekannt. Dieses Mal sollten wir jedoch die Möglichkeit bekommen, die Einrichtungen des Gebäudes näher kennen zu lernen. Ein Treffen mit dem Sicherheitschef der Wataniya Airways, Herrn Bassam Algharabally, wurde im Voraus vereinbart und wir bekamen nun die Möglichkeit, ungehindert alle Einrichtungen, inkl. Vorfeld zu fotografieren.
Der Sheik Saad Terminal ist kein Vergleich zum internationalen Terminal am Flughafen. Bietet dieser Terminal seinen Gästen doch Ruhe und Komfort auf höchsten Niveau. Schon alleine die Abfertigung im Sheik Saad Terminal wäre für mich ein Grund, um mit Wataniya Airways ab Kuwait zu fliegen. Sowohl für Premium/First als auch für Economy Premium Passagiere stehen Loungen zur Verfügung. Selbst die Einrichtungen der Wataniya Economy Lounge in Kuwait übertreffen bei weitem die Einrichtungen der Business Lounge am Wiener Flughafen.
Es war Zeit Abschied zu nehmen. Schweren Herzens bestiegen wir unseren A320 in Richtung Wien, wenn gleich wir wussten, dass uns noch einige schöne Stunden an Bord von Wataniya Airways bevorstanden.
Kuwait International Terminal