Verfasst am: 23.05.11 22:07
Von: Martin Metzenbauer (Text und Video), Klaus Kosky (Fotos).
Kamov Ka-32: Einsatz in Wien
Heliswiss betreibt als einziges Unternehmen in Mitteleuropa einen Kamov Ka-32 Helikopter, um damit besonders heikle Missionen durchzuführen. Aufgrund seiner Tragkraft - bis zu fünf Tonnen kann der Hubschrauber heben - und seiner guten Maneuvrierfähigkeit wird er beim Seilbahnbau sowie von Mobilfunkbetreibern, Montageunternehmungen und Baufirmen zum Heben von Lasten verwendet, wenn der Einsatz von Kränen problematisch ist.
Der Ka-32 stammt aus der Produktion der 1948 gegründeten russischen Firma Kamov. Fast alle Muster des Herstellers verfügen als Besonderheit über koaxiale Doppelrotoren, die den Heckrotor ersetzen. Diese haben eine Reihe von Vorteilen: So können konstruktionsbedingt Systemfehler beim Drehmomentausgleich seltener vorkommen, die Verletzungsgefahr durch den fehlenden Heckrotor ist reduziert, die Vibrationen sind teilweise geringer und der Leistungsverlust beim Antrieb des Heckrotors wird vermieden. Besonders interessant ist die aktuellste Entwicklung aus dem Hause Kamov: Der Ka-92, dessen Kennzeichen neben dem Koaxialrotor auch zwei Pusher-Propeller sind - soll Geschwindigkeiten von 500 Meilen erreichen.
Der Ka-32 wird seit 1974 hergestellt. Zuerst als U-Boot-Jäger (mit der Bezeichnung Ka-27) konstruiert, konnte er als "Zivilist" aufgrund seiner obengenannten Eigenschaften punkten. Die Schweizer Heliswiss setzt das Muster seit 1992 ein. Mit zwei jeweils 2.400 PS starken Motoren kann der Hubschrauber Lasten bis zu fünf Tonnen heben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 260 kmh, der Kerosinverbrauch liegt bei 700 bis 900 Liter pro Stunde.
Der Heliswiss-Hubschrauber mit der Kennung HB-XKE ist in ganz Europa unterwegs, um seine Missionen durchzuführen. Kürzlich war er in Wien zu Gast, um Klimageräte und andere Materialien im Universitätszentrum auszutauschen. Austrian Aviation Net war dabei - ein Videofeature bringt ein paar Impressionen und Informationen zu diesem "Kran der Lüfte".
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