"Dies
ist keine Airshow sondern ein Ausschnitt aus dem Training, das wir benötigen
um den Auftrag zu erfüllen..."
...
so die einleitenden Worte eines hohen schweizer Luftwaffenoffiziers
auf der Fliegerbasis Meiringen. Diese Basis ist neben Sion und Payerne
die dritte Basis an der Flugbetrieb mit Jets durchgeführt wird.
Gleichzeitig ist es auch die einzige verbliebene Basis mit Kavernen
und gleichzeitig die modernste der Schweizer Luftwaffe.

Die Basis Meiringen von Norden gesehen.

Bauliche
Einrichtungen der Basis mit den Kavernen im Hintergrund.
Die
Basis Meiringen liegt im Kanton Bern nahe der Ortschaft Unterbach. Genaugenommen
liegt Unterbach zwischen den beiden Rollwegen welche die Piste mit den
im Berg südlich der Basis verborgenen hochmodernen Kavernen verbindet.
Zwei Straßen, die bei Flugbetrieb mit Schranken gesperrt werden,
queren die Piste 10/28 sowie den Rollweg - umgeben ist der Platz von
einem gerade hüfthohen Zaun. Außerdem ist auf diesem rein
militärisch genutzten Platz noch eine Aussichtsterasse am Dach
der Kantine vorhanden. Ideale Voraussetzungen zum Fotografieren. Wie
am Bild unten ersichtlich, werden diese Möglichkeiten in der Woche
des Trainings am Schießplatz Ebenfluh von vielen Besuchern intensiv
genutzt.

Zwei
Tiger beim Start verfolgt von Teleobjektiven der Besucher

Formationsstart


F-5
Tiger am Weg von und zur Kaverne

F-5
Tiger beim Kreuzen der mit Schranken gesicherten Hauptstraße

F-5
Tiger am Rollweg


F-5
Tiger am Rollweg vor der Aussichtsterrasse

F-5
Tiger der Patrouille Suisse beim Formationsstart

Abwurf
des Bremsfallschirmes nach der Landung

Pilatus
PC-6 der Patrouille Suisse
Die
Fliegerdemonstration selbst fand heuer am 10. und 11. Oktober statt.
Am Mittwoch musste die Demonstration auf Grund der herrschenden Wetterlage
abgebrochen werden. Die Bewölkung machte eine sichere Durchführung
der Demonstration für alle Beteiligten (Piloten und Besucher) leider
zu einem Ding der Unmöglichkeit. Am Donnerstag hingegen konnte
bei strahlendem Herbstwetter das gesamte Programm (mit Ausnahme der
aus technischen Gründen abgesagten PC-21 Demonstration) geflogen
werden. Gegen Mittag begann der Transport der geladenen Gäste mittels
Hubschrauber auf die Axalp.

Heli
Shuttle Meringen - Axalp
Um Punkt
14:00 Lokalzeit wurde die Demonstration mit dem Cougar der Schweizer
Luftwaffe eröffnet.


Cougar
beim Ausstoß von 128 Flares




Cougar
Solodisplay
Die
Rettung eines Verletzten in hochalpinem Gebiet wurde in diesem Jahr
erstmalig von der Schweizer Luftambulanz Rega vorgeführt.


Nach
der Ausserdienststellung der Mirage III Aufklärer besteht die einzige
Möglichkeit zur Luftaufklärung aus den Fallschirmaufklärern.
Bei diesen ist der Personalzulauf im Moment größer als bei
den Piloten. Die Sprünge zur Luftaufklärung werden aus Höhen
bis zu 8000 Meter über Grund gestartet.

Fallschirmaufklärer
vor dem Besucherhügel 2
Die
Brandbekämpfung mittels Hubschrauber gehört ebenfalls zum
Aufgabengebiet der Schweizer Luftwaffe. Dies nicht nur im Inland sondern
auch im Rahmen von internationalen Hilfseinsätzen im Ausland wie
zum Beispiel im Sommer 2007 in Griechenland.


Die
eigentliche Besonderheit der Fliegerdemonstration auf der Ebenfluh ist
das Schießen mit scharfer Munition. Dabei wird aus allen vier
Himmelsrichtungen angeflogen und mit der Bordkanone auf die im Fels
verankerten Ziele gefeuert. Als erstes demonstrierte eine Staffel von
F-5 Tiger Ihre Treffsicherheit.

Einschläge
der 20 mm Bordkanone im Zielgebiet

8
F-5 der Fliegerstaffel 8 formen eine 8
Nach
den F-5 wurde es Zeit für den Auftritt der F-18 Hornet. Dieser
Teil des Programms begann mit der Vorführung des Air 2 Air Schiesstrainings.
Dabei wird ein oranger Zielsack mit 6 Meter Länge und 40 cm Durchmesser
von einem Flugzeug an einem 500 Meter langen Seil vom Zieldarsteller
geschleppt. In diesem Fall kam eine F-5 der Patrouille Suisse zum Einsatz.
Der Sack ist mit Mikrofonen und Aufzeichnungsgeräten zur Treffererfassung
ausgerüstet. Der Trainierende Pilot feuert seine Schüsse aus
ein überhöhten Position hinter dem Zieldarsteller ab. In keinem
Fall darf horizontal oder von unten auf das Ziel geschossen werden.
Anzumerken ist, dass bei dieser Demonstration vor Publikum auf das scharfe
Schießen aus Sicherheitsgründen verzichtet wurde.

Defilee
der Zieldarsteller und F-18

Demonstration
des Air 2 Air Training
Auch
die Piloten der F-18 führten im Anschluss daran die Selbstverteidugungsfähigkeit
der Hornet sowie Ihre Treffgenauigkeit beim scharfen Schießen
auf Bodenziele vor.

Wie
bereits im Jahr 2006 konnte die Schweizer Luftwaffe mit der Solovorführung
der F-18 auch heuer wieder die "Paul Bowen Best Solo Jet Display
Trophy" am Royal International Air Tatoo erringen. Das siegreiche
Programm wurde von Hauptmann Thomas "Pipo" Peier geflogen,
und durfte natürlich auf der Axalp auch nicht fehlen.







Der
krönende Abschluss wurde wieder von der Patrouille Suisse geboten.
Immer wieder atemberaubend sind die Manöver der F-5 in den schweizer
Nationalfarben. Erst recht in der einmaligen Kulisse der Schweizer Berge.








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