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von
Gerhard Vysocan |
Die Lockheed Super Constellation, heute noch eines der schönsten jemals gebauten Verkehrsflugzeuge, versah ihren Dienst in den 40er und 50er Jahre. Von den 856 gebauten Super Constellations sind heute gerade noch einmal 3 im flugfähigen Zustand erhalten. Neben der Breitling Super Constellation fliegt eine Connie der Historical Aircraft Restoration Society als "Souther Preservation" (VH-EAG) durch die Lüfte Australiens, eine weitere, die "Star of America", fliegt für das Airline History Museum in Kansas (USA). Ende 2003 leaste der in Basel ansässige Verein "Super Constellation Flyers Association" eine für 36 Passagiere zertifizierte Super Connie mit der Registrierung N73544 und betreibt sie seitdem. Die Mitgliedern dieses Vereins haben gegen Entrichtung anteilsmäßiger Flugkosten die Möglichkeit eines Mitflugs. Vier Tage vor einem kurzfristig geplanten Rundflug der Super Connie in Salzburg erhielt eine Gruppe verrückter Airline Enthusiasten die Info. Einige Telefonate später war eine Piper PA-34-220T Seneca III mit Pilot gefunden, die gechartert wurde.
Sonntag frühmorgens machten wir uns dann auf den Weg nach Salzburg, wo wir mit unserem Piloten Stefan Baldemair zum Briefing zusammen trafen und die möglichen Flugrouten besprachen.
Um 14:05 hoben wir ab und passierten anschließend die Festung Hohensalzburg und gingen dann einige Flugmeilen östlich in 4000 Fuß auf Warteposition.
Der erste Annäherungsversuch misslang, unsere Piper hatte zuwenig Geschwindigkeitsreserven die in einer Linkskurve befindliche Connie einzuholen. Wir gaben schon alle Hoffnung auf, die Distanz für gute Bilder war viel zu groß, zudem kämpften wir mit heftigen Turbulenzen welche fotografieren zum Rodeo-Ritt werden lies. Schlussendlich verkürzte unser Pilot die Rückflugroute, drosselte die Geschwindigkeit und wartete, bis uns die Connie einholen konnte. Sie überholte uns dann auch wirklich gemächlich mit ca. 160 Konten, ungefähr 10 Sekunden lang spielten sich dann in der Piper Szenen wie bei einer Hollywood - Filmpremiere ab, 4 Kameras klickten was das Zeug herhielt, Adrenalin pumpte in unsere Körper, wir hatten es geschafft, face to face mit dem vielleicht schönsten je erbauten Flugzeug und dazu noch einzigartige Bilder mit malerischer Kulisse im Kasten.
Wir folgten der Connie anschließend im Landeanflug auf die 16, ein beeindruckendes Gefühl hinter einem solchen Flieger. Aufgrund des kurzen Abstands mussten wir dann natürlich abdrehen und nach einer Warteschleife landeten wir dann ebenfalls auf der 16.
Nachdem unser Pilot die Maschine in die Parkposition brachten wurden wir vom Crewbus direkt zur geparkten Connie chauffierte, wo wir einer Einladung von Kapitän Ernst Frei dankend nachkamen, der uns freundlicherweise das Schmuckstück genau inspizieren lies. Der Passagierraum war angenehm leer, nur mit 36 Sitzen ausgestattet, zwei freundliche Stewardessen nahmen uns in Empfang und geleiteten uns ins Cockpit.
Kapitän Frei zeigte und erklärte uns anschließend noch seinen Arbeitsplatz.
Nach Verlassen der Connie durften wir sie noch fotografisch umrunden und wurden dann vom Crewbus wieder in GAC gebracht.
Die anschließende Runde Bier im Wirtshaus verlief für unsere Verhältnisse außergewöhnlich ruhig, wir waren alle überwältigt von den Eindrücken und hatten kaum Zeit uns zu erholen, denn gleich danach ging's daran die Leitern für den Abflug aufzubauen. Um 18:05 startete die Connie den ihren ersten Motor dann folgten die Restlichen, der Apron des Flughafens wurde faktisch eingenebelt und es roch herrlich nach einer Mischung aus Kerosin und verbrannten Öl.
Der Start war schlussendlich ein fotografischer Leckerbissen der durch fantastische Motorengeräusche begleitet wurde.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unseren Piloten Stefan Baldemair, der Crew der Super Constellation unter Kapitän Frei, die uns so freundlich in ihrem Flieger empfangen haben und unserem Dietmar, der diese Action perfekt organisiert hat und diesen Tag zum unvergesslichen Erlebnis werden lies. Action-Crew:
Foto: Thomas Ziegler
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