von Gerhard Vysocan, Peter Unmuth und Martin Metzenbauer
 

Die Stadt Salzburg zählt ja mit ihren Festspielen für viele zu den musikalischen Metropolen Europas. Für Flugzeugspotter bietet die Mozartstadt eine ganz andere Art von Festival: Abertausende Touristen landen in den Wintermonaten - vor allem im Jänner - auf dem Salzburg Airport um in der Umgebung dem Skisport zu fröhnen. Besonders beliebt und begehrt sind hierbei für die Fotografen die wenig respektvoll als "Russenbomber" bezeichneten Maschinen osteuropäischer Bauart welche die Klientel aus der ehemaligen Sowjetunion auf die Pisten bringt.

Wie schon in den vergangenen Jahren haben wir uns auch im Jänner 2007 aufgemacht, um den "Salzburg Winter Traffic" - während insgesamt dreier Tage - bildlich festzuhalten. Obwohl wirklich einige interessante Vögel aufgetaucht sind, war die Situation in diesem Jahr doch etwas anders als gewohnt: Zum einen war in der Stadt selbst von Schnee und Eis überhaupt nichts zu merken und bei Temperaturen um die 10 Grad und dem berühmten Schnürlregen wollte keine wirkliche Winterstimmung aufkommen (ganz im Gegensatz zu einigen der letzten Jahre, wo man sich durch meterhohe Schneewechten zu den Spotterplätzen durchkämpfen musste).

Zum anderen dürfte leider auch langsam die Zeit der Airliner russischer Bauart in Salzburg vorbei sein. Immer weniger Tupolevs und Iljushins werden von immer mehr Boeing 737 und Airbus-Modellen abgelöst - die Anrainer freut es, die Flugzeugenthusiasten wohl weniger.

Überhaupt zeigt sich auch wieder ein verstärkter Trend in Richtung Verkehr aus England - Flughafensprecher Richard Schano sprach uns gegenüber gar von einer "Eroberung des englischen Marktes". Damit dürfte es nicht so schlecht aussehen: An einem der typischen Wintersamstage landen nicht weniger als 40 Flugzeuge von britischen Abflughäfen!

Trotz des vermehrten Fernbleibens der klassischen russischen Airliner ist Salzburg aber auch in diesem Jahr eine Spottingtour absolut wert. Auch wenn die rauchenden und lärmenden Maschinen zunehmend fehlen, findet man trotzdem noch immer eine große Anzahl von Fluglinien, die sonst bei uns kaum zu Gesicht zu bekommen sind. Und wer sich nicht von seinem Computer weg in Richtung Salzburg bewegen möchte, kann sich die Impressionen auch ganz bequem mittels Austrian Aviation Net nachhause holen...

 

Wie immer im Winter - ein volles Vorfeld. Ohne das vor zwei Jahren errichtete "Amadeus-Terminal" (links im Bild) würde laut Airport-Sprecher Richard Schano "gar nix mehr gehen".

Foto: Peter Unmuth

 

Noch nicht so oft zu sehen: Embraer 195 von FlyBe.

Foto: Peter Unmuth

 

Neu in Salzburg: Jet2 mit Boeing 737-300. Diese Maschine G-CELX flog früher übrigens für Ansett.

Foto: Martin Metzenbauer

 

Einer der wenigen russischen Wide Bodies in dieser Saison: Aeroflot mit Iljushin 96.

Foto: Gerhard Vysocan

 

AiRUnion / Kras Air mit Boeing 757.

Foto: Gerhard Vysocan

 

Regnerischer Start einer Boeing 737 von Atlant Soyuz.

Foto: Gerhard Vysocan

 

Start einer bunten HLX 737 - natürlich auch im Regen.

Foto: Gerhard Vysocan

 

Die verleaste Lauda Air Boeing 737 mit der bunten HLX-Schwester.

Foto: Peter Unmuth

 

Trotz schlechten Wetters finden sich an den Samstagen viele Spotter auf der Terrasse des Salzburg Airport ein.

Foto: Peter Unmuth

 

Und schon wieder Regen: Boeing 737 aus Skandinavien.

Foto: Martin Metzenbauer

 

Es ist noch nicht so lange her, dass Sterling die Skiurlauber mit der Caravelle nach Salzburg brachte. Jetzt erfüllt die Boeing 737 diese Aufgabe - dem hier gezeigten Exemplar sieht man die Maersk-Vergangenheit noch recht gut an.

Foto: Martin Metzenbauer

 

Die Austrian Aviation Net-Crew bei der Arbeit.

Foto: Peter Unmuth

 

Und noch einmal Russland: Ural Airlines mit einem "Bus".

Foto: Gerhard Vysocan

 

Ein weiterer Airbus - diesmal eine Privatmaschine des VW-Konzerns.

Foto: Gerhard Vysocan

 

Ein Widebody aus England: Monarch A300.

Foto: Gerhard Vysocan

 

"Tatjana" hat schon bessere Zeiten gesehen...

Foto: Martin Metzenbauer

 

Diese Boeing 757 von Thomas Cook lässt den Hangar 7 rasch hinter sich liegen.

Foto: Martin Metzenbauer

 

Noch einmal eine Thomas Cook 757 - diesmal beim nächtlichen De-Icen.

Foto: Gerhard Vysocan

 

Neben Thomas Cook ebenfalls seit Jahren massiv in Salzbug präsent: Thomsonfly.

Foto: Martin Metzenbauer

 

Eine MD80 von Viking mit einem "fliege"nden NIKI-Airbus.

Foto: Martin Metzenbauer

 

Bye bye, bis zum nächsten Jahr!

Foto: Martin Metzenbauer

 

Wir danken Richard Schano vom Flughafen Salzburg für die freundliche Unterstützung bei der Erstellung dieses Berichtes!

 

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