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Müdigkeit im Cockpit - Teil Zwei

Auch wenn niemand genau sagen kann WARUM erwachsene Menschen gerade so um die 7- 8 Stunden pro Nacht schlafen sollten, Schlaf ist gut erforscht.
Wissenschaftler setzen ein:

EEG (Elektroenzephalografie / Messung von...

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Verfasst am: 31.05.10 10:00

Von: Peter Beer

Müdigkeit im Cockpit - Teil Zwei

Zweiter Teil unseres Human Performance & Limitations Schwerpunktes

Auch wenn niemand genau sagen kann WARUM erwachsene Menschen gerade so um die 7- 8 Stunden pro Nacht schlafen sollten, Schlaf ist gut erforscht.
Wissenschaftler setzen ein:

EEG (Elektroenzephalografie / Messung von Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche), gibt grobe Werte der Gehirnaktivität

EOG (Elektrookulografie / 2 Elektroden auf der Haut in der Nähe des Auges, bei Bewegung werden Potentialunterschiede gemessen), damit kann man Blickrichtungen feststellen. Die Messung funktioniert auch bei geschlossenen Augenlidern.

EMG (Elektromyografie / Elektroden messen elektrische Muskel-Aktivität, z.B. am Rücken)

 

Damit konnten 4 Phasen klar identifiziert werden:

"transitional phase": der Übergang von Wachheit in leichten Schlaf (2-3% der Schlafzeit). Besonders heikel für Piloten und Autofahrer, diese Phase entzieht sich bewußter Einflussnahme. Auch höchste Konzentration kann uns da nicht helfen. "microsleep – Sekundenschlaf" wird vom Piloten nicht wahrgenommen, bedeutet aber kurzzeitig einen totalen Verlust der "situational awareness". Tragische Autounfälle auf der Heimfahrt nach langen Diensten sind unter Piloten bekannt.

"light sleep": der leichte Schlaf in dem wir nach dem Einschlafen ca. 20 min verbleiben, bevor wir in tiefere Phasen gehen. Während eines Nachtschlafs verbringen wir etwa 50% der Zeit in dieser Phase.

 "slow wave orthodox sleep phase III": Tiefschlaf (3 – 8% der Schlafzeit)

 "slow wave orthodox sleep phase IV": Tiefschlaf (10 – 15% der Schlafzeit); die beide Tiefschlafphasen unterscheiden sich im Messergebnis der Gehirnaktivität. Für Piloten besonders wichtig: wird man aus diesen Phasen plötzlich aufgeweckt, braucht man sehr lange um auf "Touren" zu kommen. Das wird auch als "Schlaf-Beharrungsvermögen – sleep inertia" bezeichnet. Wir kennen das Phänomen, wenn uns der Wecker zu einem besonders frühen Flug aus dem Bett holt und man trotz Kaffee und eigentlich ausreichend Schlaf, nicht und nicht energiegeladen wird.

Werden Menschen in dieser Phase geweckt berichten sie über undeutliche Träume, die eher – meist negative- Gefühle sind. In den Tiefschlafphase gibt es außerdem das Phänomen des Schlafwandelns, das wenige Erwachsene betrifft, temporär bei Kindern aber deutlich häufiger ist.

 Wer jetzt bei den Prozenten der Schlafphasen mitgerechnet hat, wird feststellen es fehlt noch etwas!

Am Beginn der Schlafforschung mit Messinstrumenten waren die Wissenschaftler erstaunt. Bei ganz offensichtlich schlafenden Menschen zeigten die Anzeigen die selben Werte wie bei Wachheit! Das Gehirn war sehr aktiv, die Augen bewegten sich und die Muskeln zuckten. Bewegungen, die in Phase III und IV möglich sind treten aber nicht auf, die Muskeln scheinen


 
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