ANA erholt sich von Tsunami und Fukushima
Leichter Gewinnrückgang und geringes Umsatzplus prägten die ersten neun Monate nach der Japan-Krise.

All Nippon Airways ist weltweit die erste Fluggesellschaft, die die neue Flugzeuggeneration Boeing 787 „Dreamliner“ im Linienverkehr einsetzt – unter anderem auch nach Frankfurt. (Foto: AirTeamImages.com)
Die japanische Fluggesellschaft ANA kann aufatmen. Nach dem Tsunami und der Atom-Katastrophe erhole sich die Passagiernachfage, teilte die Airline mit und meldet für den Zeitraum April bis Dezember eine Umsatzsteigerung um drei Prozent auf umgerechnet 9,7 Milliarden Euro. Die Fluglinie erreichte bei einem operativen Gewinn in Höhe von umgerechnet etwa 823,5 Millionen Euro einen Nettogewinn von 304,6 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum waren 339 Millionen Euro.
ANA hatte nach dem Passagiereinbruch letzten März rasch reagiert: Strecken vorübergehend gestrichen, Flugzeuge stillgelegt, Kosten gesenkt und die Nachfrage mit billigen Tickets stimuliert. Profitieren konnte das Unternehmen außerdem vom Währungskurs des starken Yen.
Doch die Prognosen bleiben unsicher. Ständig steigende Ölpreise und die Schuldenkrise der Eurozone würden auch den japanischen Markt belasten. ANA will daher heuer insgesamt 271 Millionen Euro einsparen, geht aus der aktuellen Pressemeldung zu den Quartalszahlen hervor.
ANA ist Mitglied der Star Alliance und gemessen an der IATA-Passagierstatistik eine der zehn größten Fluggesellschaften der Welt. Sie fliegt mit 164 Passagierflugzeugen zu 80 Destinationen rund um den Globus.