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Weitere Turbulenzen für Austrian Airlines

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Linz verliert wichtige Flugverbindung

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Wechsel im AUA-Management

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AUA-Bordbetriebsrat appelliert an Vorstand

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Verfasst am: 28.10.10 21:57

Von: Roman Payer

Rahmenbedingung für ökologische Luftfahrt gefordert

AUA-Bereichsleiter Walter Reimann ist zerknirscht über die Flugticketabgabe

„Now it’s getting serious“ sagte Luftfahrtexperten Bill Hemmings von der für die Organisation Transport & Enviroment zu den in Deutschland und Österreich geplanten Abgaben auf Flugtickets. AUA-Bereichsleiter Walter Reimann kritisierte, dass eine punktuelle Steuer in einem internationalen Markt zu einer Wettbewerbsverzerrung führe. Für den Geschäftsführer vom Ökosozialen Forum, Klemens Riegler-Picker sei die Flugticketabgabe ein erster Schritt zu einem ökologischeren Steuersystem.

In einer Podiumsdiskussion im Centrum für internationale Entwicklung diskutierten Befürworter und Gegner der geplanten Flugticketabgabe über deren Auswirkungen. Die Veranstalter, die internationalen Naturfreunde, das Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung und das Klimabündnis Österreich luden am Donnerstag, den 28. Oktober Politik, Wirtschaft und Umweltschützer zur Debatte über die Bedeutung des Luftverkehrs in der internationalen Klimapolitik.

Harte Kritik an der Flugticketabgabe übte der Chef des Tourismusunternehmens Mondial GmbH, Gregor Kadanka. Die Abgabe war eine „Schnellschuss, der keinen großen Effekt hat“. Sie werde lediglich auf Druck von Deutschland eingeführt. Kadanka verweist darauf, dass der Tourismus eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für Österreich habe und man mit der Flugticketsteuer potentielle Urlaubsgäste vertreibe.

Bill Hemmings befürwortete die Flugticketabgabe, sie könne zu einer effizienteren Luftfahrt führen. „In den letzten zwanzig Jahren schafften es die Fluglinien schneller, länger und mit mehr Passagieren zu fliegen. Aber sie schafften es nicht, effizienter zu fliegen“ Hemmings fordert eine faire Besteuerung des Kerosinverbrauches und verweist auf die EU-Richtlinie aus 2003, die eine Kerosinbesteuerung vorsieht.

Die geplante Flugticketabgabe habe uns überrascht, sagte der AUA-Bereichsleiter für Luftverkehrspolitik, Walter Reimann. Von der Politik hätte man davor zugesichert bekommen, dass es eine solche Steuer nicht geben wird. Reimann befürchtet, dass man durch die Abgabe vor allem die preissensitive Zielgruppe verlieren wird. „Einen Kongressteilnehmer werden wir durch die acht bis 35 Euro mehr nicht verlieren.“ Der einzige positive Effekt an der Flugticketabgabe ist für Reimann, dass es die Billigfluglinien wie etwa Fly Niki noch stärker treffen werde. Diese bedienen vorwiegend das Segment der preissensitiven Zielgruppe.

Einigkeit herrschte bei der Problematik über die Billigfluglinien. Hemmings kritisierte das Preisdumping der Low-Cost-Carrier. Reimann gesteht zwar, dass Billigflüge ein Wachstum bei den Passagierzahlen gebracht hätten, aber dies schade der Umwelt. „Flüge, die nur neun Euro kosten sind Schwachsinn“, ärgert sich Reimann. Er forderte einen Marktzugang auf Grundlage von ökologischen Gesichtspunkten. Für ihn ist dafür die Europäische Kommission zuständig, sie könne eine europäische, faire Rahmenbedingung schaffen.


 
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