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Schweizer Hilfe für Austrian Airlines

Wie in den letzten Tagen bereits mehrmals berichtet wurde, wird es bei Austrian Airlines wieder einige personelle Änderungen im Management geben. Am Montag hat die Fluglinie diese präzisiert.

Wie erwartet, wird Gaudenz Ambühl (61) per 1....

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InterSky will expandieren

Die Vorarlberger Airline InterSky will ihr Streckennetz erweitern und auch die bisher aus drei Maschinen bestehende Flotte soll vergrößert werden. Das gab InterSky-Geschäftsführer Peter Oncken bei einem Interview mit den "Vorarlberger...

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AUA-Vorstand: Warum Malanik gehen musste

Nach dem Paukenschlag letzten Dienstag, nachdem mehrere AUA-Manager den Hut nehmen müssen, sickern jetzt immer mehr Details zu den "Rauswürfen" durch. Dass Vorstand Peter Malanik gehen musste, hängt laut Insidern direkt mit dem...

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Lufthansa-Jumbo war AUA-Vorsichtsmaßnahme

Der gestrige Einsatz einer Lufthansa-Boeing 747 auf Strecke Frankfurt-Wien war offenbar eine Vorsichtsmaßnahme gegen erneute unfit-to-fly-Meldungen, das erfuhr Austrian Aviation Net von gut informierter Seite. Sprecher Peter Hödl sagte dazu nur,...

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Verfasst am: 02.08.11 13:00

Von: Patrick Kritzinger und Roman Payer

Pro und Contra: Wie gefährlich ist Emirates?

Seit heute verhandelt eine österreichische Delegation in Dubai die Verkehrsrechte zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Österreich. Austrian Airlines kämpft dabei gegen die Expansion von Emirates in Wien. Patrick Kritzinger und Roman Payer über die Vor- und Nachteile des "Double Daily"

Karikatur: Emirates' Agressivität. (Foto: Roman Payer)

Pro: Emirates ist mit einer stetig wachsenden Flotte von derzeit 153 Maschinen unumstritten einer der attraktivsten Arbeitgeber im Emirat von Dubai und zieht jährlich Tausende Bewerber aus aller Welt an, die von dem hohen Lebensstandard am Arabischen Golf profitieren wollen. Auch zahllose Europäer sind unter ihnen, die von den zumeist personalabbauenden mitteleuropäischen Fluggesellschaften zu Emirates kommen, was für die ausgezeichnete Reputation der Airline und ein gutes Arbeitsklima spricht.

Dank vergleichsweise günstiger Tickets werden Menschen mit niedrigerem Einkommen, vor allem aber Großfamilien mit Kindern, die sich zum Beispiel einen Besuch bei Verwandten nicht leisten könnten, vergleichsweise preisgünstige Tickets angeboten. Über den Hub Dubai können bequem Verbindungen zu Destinationen vor allem in den arabischen Raum, sowie nach Indien angeboten werden, die klassische europäische Netzwerkcarrier wegen der geringen lokalen Nachfrage nicht in ihr Programm aufnehmen. Statt jenen vermeintlichen „Konkurrenten“ Kunden wegzunehmen, spricht das staatliche Unternehmen damit neue potentielle Fluggäste an und generiert eine Nachfrage, die in dieser Form bisher nicht existierte.

Auch der Incomingtourismus wird durch das enorme Streckennetz ab Dubai gestärkt. Seit Jahren profitieren europäische Hauptstädte, darunter vor allem auch Wien, vom finanzkräftigen Klientel aus dem arabischen Raum und stellen sich bewusst auf jene Gäste ein. Ohne gut ausgebaute Verbindungen nach Dubai und darüber hinaus hätte der österreichische Tourismus mit enormen Einbußen zu kämpfen, sind die Araber doch bereit, überdurchschnittlich viel Geld für Übernachtungen und Nebenkosten in der Alpenrepublik auszugeben.

Statt jedoch nur an ihrem Hub in den Emiraten Arbeitsplätze zu schaffen, wie viele Airlines es mittlerweile praktizieren, werden auch in den Zielgebieten unzählige Stellen langfristig gesichert und auf eine starke Präsenz gesetzt. Durch die Abfertigung der vorübergehend zwei täglichen Flüge werden so sogar rund 90 Posten bei Austrian Airlines garantiert, die es ohne Emirates vermutlich nicht gäbe.

Zudem haben wir das Glück, in einer freie Marktwirtschaft zu leben, die vorsieht, dass jede Airline unabhängig von ihren laufenden Betriebskosten die Möglichkeit haben sollte, neue Verbindungen in aufstrebende Märkte zu schaffen und die Nachfrage zu stimulieren. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

Contra: 90 Airbus A380 hat Emirates mittlerweile bestellt. Die Lufthansa nur 15. Zweigrößter A380-Kunde ist derzeit Qantas mit 20 Maschinen. In Dubai findet ein Wachstum statt, das in keiner Relation zum Markt steht. Die Strategie von Emirates muss zwangsläufig darauf ausgelegt sein, andere Airlines zu verdrängen, denn die weltweite Passagiernachfrage wächst laut den aktuellen IATA-Zahlen nicht stark genug, um diesen Expansionskurs zu kompensieren.

Unter die Räder kommen wird dadurch die europäische Luftfahrt. In Europa und auch in Österreich werden in der Luftfahrt viele Interessen berücksichtigt: Dialogforen zu Fluglärm, Umweltschutz und Kontrolle bei Airline-Fusionen. Sichergestellt werden soll damit ein fairer Wettbewerb. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird darauf keinen Wert gelegt, es wird expandiert frei nach dem Motto „Koste es, was es wolle!“.

Bei einem Heimatmarkt von einer Millionen Menschen will Dubai in zwanzig Jahren 160 Millionen Passagiere jährlich abfertigen. Europäische Langstrecken-Hubs würden dadurch überflüssig, die AUA würde zum Zubringer.

Der zweite täglich Wien-Flug von Emirates könnte das AUA-Drehkreuz am Flughafen Wien deutlich gefährden, denn die AUA-Langstrecken nach Ostasien stehen im direkten Konkurrenzverhältnis zu Emirates. Der Wegfall der Langstreckenverbindungen ex Wien würden aber nicht nur Austrian Airlines schaden, sondern dem gesamten Wiener Wirtschaftraum. 80.000 Arbeitsplätze sind direkt und indirekt vom Drehkreuz Wien abhängig.

Der neugebaute Terminal Skylink gilt als Transferterminal. Schafft es Emirates tatsächlich, Transferpassagiere aus Wien „abzusaugen“, gäbe es viel weniger Umsteigepassagiere in Wien und man hätte das Terminal völlig überdimensioniert.

Aus Sicht der Passagiere mögen die günstigen Emirates-Tickets durchaus verlockend sein, aber falls Emirates es tatsächlich schafft, die ganze Welt zur erobern, muss man als Passagier bei jedem Langstrecken-Flug in der Wüste zwischenlanden.


 
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