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Verfasst am: 26.08.11 10:59

Von: Roman Payer

VIE: UVP-Verhandlung über dritte Piste

Ab Montag wird mündlich über die Gutachten zur dritten Piste verhandelt. Der Flughafen Wien erwartet einen Bescheid erster Instanz zum Jahresende.

Gegner der dritten Piste befürchten, dass die dritte Piste, ähnlich dem Skylink, zu einem neuen Finanzdebakel wird. (Foto: Martin Metzenbauer)

Am Montag wird in Schwechat über die dritte Piste verhandelt. Eine solche mündliche Verhandlung im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung ist gesetzlich vorgeschrieben. Bis 7. September sollen alle Fachbereiche diskutiert werden. Laut einem im Juni fertiggestellten Gutachten gilt die "Parallelpiste 11R/29L" als umweltverträglich.

Das Projekt „Dritte Piste“ betrifft die Gemeindegebiete von Fischamend, Klein Neusiedl, Rauchenwarth, Schwadorf und Schwechat. Dort ist das Umweltverträglichkeitsgutachten ebenso wie bei der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung und beim Amt der NÖ Landesregierung (Abteilung Umweltrecht) von 7. Juli bis gestern zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegen. Fluglärmgegner kritisierten, dass das Gutachten nur während der Urlaubszeit auflag.

Der Bau der dritten Piste stößt in den Anrainergemeinden auf großen Widerstand. Man befürchtet ein massives Ansteigen der Flugbewegungen und neue Flugrouten, die für zusätzliche Lärmbelästigungen sorgen. Der Flughafen Wien erklärt aus seiner Website, dass Belastungen "größer zehn Dezibel" nur im unbewohnten Gebiet auftreten würden.

Der Wiener Airport rechnet zum Jahreswechsel mit einem Bescheid erster Instanz. Zu den Kosten und dem Zeitpunkt der Fertigstellung wolle der Flughafen erst einen rechtskräftigen Bescheid abwarten. Aus der aktuellen Halbjahresbilanz der Flughafen Wien AG geht hervor, dass bereits 70 Millionen Euro für Vorarbeiten in die dritte Piste investiert wurden. Neben dem Flughafen Wien forderte zuletzt auch Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer eine dritte Piste.


 
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