News Detail

EU-Hearing zu Flugdienstzeiten

Das Europäische Parlament befasste sich gestern im Rahmen einer Anhörung mit der Neuregelung der Flugdienstzeiten. Dazu waren Vertreter aller Interessengruppen eingeladen, um ihre Perspektive darzulegen. Für die europäischen Pilotinnen und Piloten...

 mehr »

AUA: EVA Air-Zusammenarbeit "in Vorbereitung"

Seit Dienstag ist die taiwanesische EVA Air Mitglied der

 mehr »

München erhält CO2-Auszeichnung

Der Franz-Josef-Strauß-Flughafen München erhielt zum dritten Mal in Folge ein Zertifikat der Initiative "Airport Carbon Accreditation" des Flughafendachverbands ACI. Das Drehkreuz erhielt dabei das zweithöchste Level der vierstufigen Skala...

 mehr »

Diamond auf Elektro-Kurs

Diamond Aircraft hat am Dienstag in Le Bourget gemeinsam mit EADS und Siemens die zweite Generation eines Flugzeugs mit seriell-hybridem Elektroantrieb vorgestellt. Außerdem wurde zwischen den drei Unternehmen eine Forschungspartnerschaft...

 mehr »

Verfasst am: 21.09.12 10:30

Von: Roman Payer

Lufthansa: Betriebsübergang auf Germanwings?

Die Gewerkschaft fürchtet, dass rund 1.200 Lufthanseaten zu einem Wechseln in den neuen Konzernbilligflieger gezwungen werden könnten.

In welche Richtung geht es mit Germanwings? (Fotos: AirTeamImages.com)

Scharfe Kritik an den Plänen der Lufthansa, unter dem Dach von Germanwings eine Billigfluglinie zu gründen, kommt jetzt von der Kabinengewerkschaft Ufo. Die Flugbegleiter bei Germanwings haben nach Ufo-Angaben um bis zu 40 Prozent niedrigere Gehälter als ihre Kollegen bei der Mainline. Dort befürchtet man nun, dass an die 1.200 Lufthanseaten von "Lufthansa Direct Services" in die Billigtochter verfrachtet werden. Unter Direct Services versteht man alle Lufthansa-Direktverbindungen, die abseits der Drehkreuze Frankfurt und München abgewickelt werden.

Erst im Juli dieses Jahres hat die AUA alle Piloten und Flugbegleiter in die billigere Regionaltochter Tyrolean gezwungen. Offenbar verfolgt man beim Mutterkonzern in Deutschland nun eine ähnliche Strategie.

"Die Kollegen sind völlig verunsichert. In unseren Foren ist die Hölle los", sagte der Ufo-Gewerkschaftschef Nicoley Baublies. Jener Gewerkschafter, der erst vor wenigen Wochen den ersten Flugbegleiter-Streik in der Geschichte der Lufthansa angezettelt hatte.

Die Tarifverträge bei Direktflügen sind laut Baublies Gegenstand der Streik-Schlichtung, er sei daher überrascht, dass sich der Lufthansa-Vorstand die Pläne noch vor Beginn der Schlichtung vom Aufsichtsrat absegnen hat lassen. Das belaste die Schlichtung, drohte er und lehnt einen Billigtarifvertrag vehement ab.

Das Lufthansa-Management dagegen hat in der Aufsichtsratssitzung am Mittwochabend Nägel mit Köpfen gemacht und Fakten geschaffen: Schon am 1. Jänner 2013, also in gut drei Monaten, soll der neue Lufthansa-Low-Coster abheben. Neben den ungeklärten - und wohl kaum in drei Monaten lösbaren - Fragen, wer zu welchen Löhnen für diese Billigtochter fliegen soll, gibt es noch nicht einmal einen Markennamen für die neue Airline.

Fest steht derzeit nur Köln als Standort - zum Unmut der Bundeshauptstadt Berlin - und dass die Billigairline aus 90 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge, rund 2.000 Flugbegleiter und 900 Piloten bestehen soll. Das ist ziemlich genau so groß wie die Austrian Airlines.

Die Flottenpläne im Detail:

Germanwings soll mit ihrer Flotte von 32 Airbus A319 das Fundament des neuen Konzern-Billigfliegers werden.

Eurowings soll 23 Bombardier-Jets CRJ 900 beisteuern, allerdings aus Kostengründen eigenständig bleiben.

Von der Lufthansa Passage sollen 35 Airbus A319 oder A320 zu der neuen Gesellschaft wandern.



 
News Regional News International Feature Forum Im Focus Home Newsletter Jobs Airline Info Links