Bodendienst-Liberalisierung weiter in der Kritik
Die SPÖ und der Verband der öffentlichen Wirtschaft lehnen die Öffnung des Bodendienst-Marktes an Flughäfen ab.

Die Liberalisierung der Bodenabfertigunsdienste könnte Sicherheit und Zuverlässigkeit gefährden. (Foto: Martin Metzenbauer)
Nachdem sich letzte Woche bereits der niederösterreichische Landtag gegen die Bodendienst-Liberalisierung auf Flughäfen ausgesprochen hat, kritisieren nun auch der Verband der Öffentlichen Wirtschaft (VÖWG) und SPÖ-Abgeordnete in der EU die geplante Verordnung der Europäischen Kommission.
VÖWG-Präsidentin Renate Brauner äußerte in einer Aussendung die Befürchtung, dass der Verlust von Arbeitsplätzen, sowie Lohn-und Sozialdumping, Folgen der Öffnung des Marktes sein könnten. Auch Sicherheit und Service an Flughäfen würden laut VÖWG unter der neuen Verordnung leiden.
Jörg Leichtfried, SPÖ-EU Delegationsleiter und Mitglied im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments, sieht eine Verschlechterung der Situation voraus. Er verweist auf den Londoner Flughafen Heathrow, wo man jetzt schon das, durch die Liberalisierung entstandene, Chaos erkennen könne.
Auf die negativen Auswirkungen für die niederösterreichische Wirtschaft verweist SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach. Sie befürchtet, wie der VÖWG, Lohn- und Sozialdumping.