Air Dolomiti: Aus für Turboprop-Flotte
Bei Air Dolomiti müssen 76 Piloten, 40 Flugbegleiter und 11 Turbopropflugzeuge gehen. Die Strecke Wien-Verona soll mit Embraer 195 bedient werden und Tyrolean Airways wird ab Herbst 2013 letzter Turboprop-Betreiber im Lufthansakonzern sein.

Fliegen bald aus der Flotte: ATR72 bei Air Dolomiti. (Foto: Andy Graf)
Bei der italienischen Lufthansa-Tochter "Air Dolomiti" soll es einem italienischen Medienbericht nach zur Ausflottung der ATR72-Turbopropflugzeuge und damit zu einem Personalabbau um 116 Mitarbeiter kommen.
Wie "Radiocor" berichtet werden 76 Piloten und 40 Flugbegleiter abgebaut. Die Flotte soll nach dem Ausscheiden der elf ATR 72-Maschinen aus insgesamt zehn Embraer-195-Regionaljets bestehen. Die Kosten sollen so bis 2014 um 1,5 Milliarden reduziert werden. Die Flugverbindung zwischen Wien und Verona soll dann ausschließlich mit Embraer-195-Maschinen bedient werden.
Air Dolomiti wurde 1989 gegründet, bis 2003 vollständig von Lufthansa übernommen und nimmt im Lufthansa-Regional-Verbund eine Sonderstellung ein. So ist die italienische Tochter als einziges Verbundmitglied in eigenem Farbenkleid unterwegs und trägt auf dem Rumpf lediglich den Hinweis "Partner of Lufthansa".
Durch die Ausflottung der Turbopropflugzeuge bei Air Dolomiti und der mit Ende des Sommerflugplan 2013 wirksamen Kündigung des Lufthansa-Regional-Carriers "Augsburg Airways" wird Tyrolean Airways der letzte Betreiber von Turbopropflugzeugen im Lufthansa-Konzern sein. Bei den bei Konzernschwester Brussels Airlines eingesetzten Bombardier Q400 handelt es sich um Maschinen, die im Wetlease von Flybe und Tyrolean betrieben werden.