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Verfasst am: 08.03.12 13:36

Von: Roman Payer

Der Countdown der AUA läuft

Weiterhin Pattsituation zwischen Belegschaft und AUA-Führung

Foto: Martin Metzenbauer

Am 13. März muss das AUA-Management dem Aufsichtsrat Ergebnisse präsentieren. Während es von der Politik Zusagen geben soll, droht das Sparvorhaben von CEO Jaan Albrecht an den Piloten zu scheitern. Keiner will nachgeben. Hinter vorgehaltener Hand gilt eine Einigung mittlerweile als unwahrscheinlich. Die Vorstände drohen mit einem Zwangsumstieg auf den Tyrolean-Kollektivvertrag.

Davor warnen jedoch die AUA-Piloten. Anstatt eines Streiks könnten sie sich weigern, in den Tyrolean-KV zu wechseln, hört man aus Pilotenkreisen. Rechtlich wäre das wie eine Kündigung durch den Arbeitgeber und würde Abfertigungszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe auslösen. Außerdem hätte der plötzliche Abgang der AUA-Piloten Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Innerhalb kürzester Zeit müssten Ersatzpiloten eingestellt werden.

Den AUA-Piloten plagen jedenfalls keine Jobsorgen. In Asien gibt es einen Pilotenmangel und gerade die Nachfrage nach Piloten mit vielen Flugstunden ist hoch. Auch der AUA-Konkurrent Emirates sucht händeringend nach qualifiziertem Cockpitpersonal. Dem Vernehmen nach warten die Araber bereits auf den Showdown: Die frisch gekündigten und abgefertigten AUA-Piloten könnten dann nach Dubai gelockt werden.

Unrealistisch dürfte jedoch das von der Süddeutschen Zeitung aufgebrachte Gerücht einer AUA-Pleite sein. Davon wäre nämlich auch Tyrolean als Tochtergesellschaft betroffen.



 
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